god/gott cooperative

Die Wahrheit siegt, aber sie kann nur siegen, wenn sie gesagt wird. (Johann Hus 1369-1415)

"kranke" Ethik

In regelmäßigen Abständen gibt es immer wieder Stimmen, die das Leben von einigen gegen das von anderen abwägen und daraus fast moralische Pflichten für heldenhafte Morde oder gar Massenexekutionen ableiten. So jüngst geschehen durch ein Theaterstück, das einen Gerichtsprozess gegen einen (wie könnte es auch anders sein) hübschen jungen Kampfpiloten zum Thema hat, wecher in einer heldenhaften Tat, eine Passagiermaschine abschießt, um ein mögliches Massensterben in einem Fußballstadium zu verhinden. Man könnte fast glauben, es handle sich bei solch einem Medienspektakel, wo es sogar ein öffentlich wirksames Pulikumsvoting gab, um eine Werbeveranstaltung der Waffenlobby. Besonders erschreckend ist, dass es kaum Stimmen wie diese hier gibt, die das Heuchlerische und Pharisäerhafte solcher Anwandlungen entlarfen. Nicht nur dass all diese Fälle rein fiktiv, surreal, künstlich konstruiert, mit einem Wahrscheinlichkeitsgrad von nahezu Null etc. sind, wird hier auch bewusst oder unbewusst die Wirklichkeit auf das Schlimmste verzerrt und verkannt. Den vielleicht noch realistischen Fall, dass ein Arzt bei einer Geburt zwischen dem Tod der Mutter und dem des Kindes steht, möge dies verdeutlichen. Richtig dargestellt reichen die Fähigkeiten dieses Arztes nur zur Rettung eines der beiden Leben. Ohne Arzt würden beide sterben und mit einem besseren Arzt würden vielleicht beide überleben. Von der bewussten Tötung des einen zu gunsten des anderen kann daher keine Rede sein. Einen Kampfpiloten mit einem Arzt oder gar mit einem Chiruren vergleichen, der Krebsgeschwüre beseitigt, wollen wir hier doch nicht. Das würde wiederum vielleicht die gesamte westliche Medizin und in Folge die ganze westliche Denkart ein wenig hinterfragen und wäre wahrscheinlich auch einmal sehr lohnenswert.

All die Fälle, die die Heuchler und Pharisäer konstruieren, sind kranke Hirngespinste aus Zeiten der Barbarei, wo man Tier oder Menschenopfer darbrachte, um rachsüchtige Götter zu besänftigen und unehrliche Versuche auf diese oder jene Art dem organisierten Morden auf unserem Planeten die fehlende Rechtfertigung zu geben. Keiner von diesen wird in das Himmelreich eingehen und Jesus hat dafür scharfe Worte. Der barbarische Ungeist durchzieht dabei alle gesellschaftlichen Kreise und man findet solchen durchaus auch in der christlichen Religion, wo etwa ein Opfer Jesu, uns angeblich mit einem unbarmherzigen Gott versöhnt hat, der aber andererseits „gnädig“ ist, weil er seinen eigenen, einzigen und eingeborenen Sohn dafür „her gibt“.


„Ohne Gott bin ich niemand. Durch Gott darf ich sein und alle seine Werke bewundern.“
(die Sängerin - Brigitte Traeger)

Der ganze Opferglaube bzw. Opferkult beleidigt Gott und ist seiner unwürdig. Gott ist anders und Jesus spricht nicht umsonst von meinem Gott und eurem Gott. Er selbst hat uns nicht mit irgendeinem grausamen Gott versöhnt oder einen solchen umgestimmt. Es gibt auch weder irgendeinen Bund, ein Testament noch ein Vertrag mit Gott – auch keine wie auch immer geartete Scharia von, mit oder durch Gott. Gott ist, war und wird immer der bleiben, der er ist. Gott schliest schon deswegen keine Gesetze/Verträge mit Menschen, weil all die Heuchler, Pharisäer und Schrift- bzw. Gestzgelehrten, sich nicht einmal selber an ihre eigenen Gesetze halten. Gott steht über dem Gesetz und das Gravitationsgesetz etwa ist deswegen gültig, weil Gott es geschaffen hat und nicht deswegen weil ein Verwirrter oder Geblendeter die Einhaltung der Gravitation überwacht oder jemand Sachverhalte wie auch immer formuliert hat. Durch Jesus wurde uns die ganze Niedrigkeit, Erbärmlichkeit, Niedertracht und geistige Not des Menschen sichtbar und die Kluft zwischen Gott und Mensch schmerzlich offenbar an einem Gekreuzigten. Seine über alles irdische erhabene Strahlkraft treibt die größte Dunkelheit wie Ungeziefer aus den letzten Winkeln. Nur er kann uns von unserer eigenen Not befreien, indem er all das Ungeziefer vor uns hertreibt. Kein anderer vermag durch seine göttliche Reinheit so zu leuchten, um uns als Salvator Mundi voranzugehen.

<<<< * >>>>

Denn Tugend und Reinheit unterscheiden sich wenig vom Laster,
wenn sie nicht frei sind vom bösen Gefühl.

Anton Pawlowitsch Tschechow (29. Jan. 1860 – 15. Juli 1904)

Einheitswährung

Oft wird Geld als das Blut in der Wirtschaft einer Gesellschaft gesehen, das man nur in ausreichender Menge bereit stellen müsse und der Markt würde sich dann von selber regeln. Im Kleinen weiß jeder, dass das nicht funktioniert. Im Großen funktioniert das noch viel weniger, da Größeres komplexer ist und nicht größere, sondern neuartige übergeordnete Strukturen benötigt. Will man etwa Bergbauern mit Küstenfischern wirtschaftlich verbinden, so kann man nicht einfach eine der beiden Wirtschaftssysteme vergrößern, um beide Wirtschaftsstrukturen zu verknüpfen, sondern man muss beide regionale Wirtschaftssysteme belassen und eine völlig neuartige übergeordnete Wirtschaftsstruktur schaffen, um beide zu verbinden.

Soweit ist dies wahrscheinlich verständlich, verständlich ist es aber plötzlich oft nicht mehr, wenn man für beide Systeme die gleich Währung einführt, was de facto genau die selbe Auswirkung hat. Die Zusammenhänge sind aber noch weit vielschichtiger und diese werden nur teilweise durch ein gutes Steuersystem kompensiert, welches einzelne Bereiche etwa mit einer Tabaksteuer oder Mineralölsteuer gesondert regelt. Leider ist das gesamte Steuersystem längst nur mehr zu einem reinen Geldbeschaffungssystem (was ohnehin schon die Druckerpresse macht und nicht funktioniert) verkommen, anstelle ein wichtiges regulatorisches Instrumentarium für die gesamte Gemeinschaft zu sein. Einen aktuellen Bezug hat die Thematik gerade durch die Diskussion über die Tamponsteuer erhalten.

Geld hat eine fatale und viel zu wenig beachtete Eigenschaft, dass es nämlich Bereiche wie Lebensmittel, Investitionsgüter, Luxusgüter bis hin zu Schuld-, Sühne- und weiter zu Kautionszahlungen und kriminellen Bestechungsgeldern miteinander verknüpft. So bequem und praktisch ein abstrahiertes und anonymisiertes Zahlungsmittel – in welcher Form auch immer – ist, simplifiziert es auf brutalste und unzulässige Weise eine ungeheure gesellschaftliche Komplexität.


Das Video ist nicht ganz aktuell (es ist vom Okt.2016); mit Donald Trump hat es aber lediglich ein leichtes Aufbrechen der verkrusteten Strukturen gegeben, wobei die neuen Wege heute noch unsicherer sind als je zuvor.

Anstelle Bereiche, die nur wenig oder nichts miteinander zu tun haben, voneinander zu entkoppeln und damit die vorgegebenen Komplexitäten besser isolieren zu können, werden aus Sparsamkeits- und Rationalisierungsgründen fälschlicherweise weitere Vereinfachungen etwa im Steuer- und Bankensystem angedacht und auch vorgenommen. Fusionen werden noch oft mit „too big to fail“ bedacht, wodurch das totale Verkennen der Wirklichkeit auch öffentlich wird. Alles verkommt zu einem Einheitsbrei, wo es kein gut oder schlecht, kein wichtig und unwichtig oder kein oben und unten gibt.

Die Genderisierung ist dabei nur eine von den vielen Zeiterscheinungen. Es wird alles zur Beliebigkeit und das große Gebrüll hängt nur mehr an Worten (e.g. Neger bzw. NegerInnen), da es den Sinn dahinter längst nicht mehr versteht – so wie es etwa auch mit dem Nationalismus oder Protektionismus ist. Man versteht nicht, dass vieles die richtige Medizin wäre und nur – wie meistens – die Dosis das Gift macht. Es kann nicht funktionieren alles in einen Topf oder Einheitswährung hinein zu packen und dann - wie im Fall der EU – chronisch alkoholisierte Köche darin herumrühren lassen. Das Ganze kann einem nur kräftig um die Ohren fliegen.

Auslagerungen in „Bad Banks“ können obendrein nur materielle Schäden tilgen und kaschieren bzw. verdrängen den eigentlichen Schaden für die Gesellschaft zur Gänze. Dieser besteht darin, dass die aufgeplatzen Probleme nicht gelöst bzw. gesühnt, sondern nur verdrängt werden und dass die wirklich Geschädigten nicht sinngemäß entschädigt werden. Wie will man etwa auch den letzten Abschuss einer geschützen Art oder die Verpestung / Vergiftung / Verwüstung von ganzen Landstrichen entschädigen. Eine reine Augenauswischerei und „Schuldverwischung“ sind auch alle angedachten Schiedsgerichte im Zusammenhang mit Freihandelszonen. Wenn bei den 500jährigen Reformationsfeiern davon gesprochen wird, dass gewisse Schulden nur Gott vergeben könne, wird eine wichtig Tatsache übersehen. Das Jenseits hat seine eigenen Probleme und Schuld, die hier angehäuft wurde, muss auch hier gesühnt werden. Jeder, der tilgen möchte oder dazu beauftragt wurde, erhält dafür freilich jede nötige Hilfe und Unterstützung von der geistigen Welt.

<<<< * >>>>

Wer alles mit Geld bezahlt,
bleibt vieles schuldig.

Salomon BAER-OBERDORF (31. Mai 1870 – 22. Okt. 1940)

Ist Gott faul ?

Auf den etwas launigen Titel hat uns das Philosophicum von Konrad Paul Liessmann und Michael Köhlmeier gebracht, wo die Frage gestellt wird, was Gott vor der Erschaffung der Welt gemacht hat. Statt zu sagen, Gott ist vorher faul gewesen, hat angeblich der Hl. Augustinus geschrieben, dass er davor die Hölle erschaffen hat, um all diejenigen dort hin zu stecken, die solche Fragen stellen. So ironisch diese Antwort auch klingen mag, trifft sie doch viel besser den Kern als so vieles andere. Man versteht es besser, wenn man Gott als die Sonne sieht, die die Erde anstrahlt. Kein Gemüsebauer würde fragen, ob die Sonne faul ist, nur weil sein Gemüse nicht wächst oder gar verkommt. Die Sonne geht über allem auf und welche Früchte die Erde hervorbringt, ist nicht die Sache der Sonne. Diese Sichtweise extrapolieren wir auch auf die gesamte Schöpfung d.h. welche Schöpfung bzw. Welt die höchsten Geistwesen aus der „Gottesenergie“ machen bzw. welche Welt die Geistwesen vor der jetzigen geschaffen haben, ist nicht direkt Sache Gottes.

Im Kleinen gibt es wahrscheinlich schon im Diesseits nicht wenige, die mit dem vollen Bewusstsein von Gott angestrahlt zu werden, leben und damit nichts anzufangen wissen d.h. in mystischen Anfangserfahrungen stecken und geistig nicht weiter wachsen bzw. ihren Schöpfungsauftrag nicht verstehen. In den Schriften von Moses ben Maimonides (1135 – 1204) findet sich dazu sinngemäß etwa folgendes:

Das Begreifen der Gottheit (sofern wir in unseren begrenzten Möglichkeiten überhaupt an ein Begreifen herankommen), kann nur mit geordnetem und beweisfähigem Verstand errungen werden. Weder blitzartige Erhellung durch göttliche Eingaben, noch ausschließliches Forschen oder strikte Befolgung religiöser und gesetzlicher Vorschriften befähigen jemanden, die wahre Richtung zu erkennen.

Moses ben Maimonides lebte in Zeiten großer Umwälzungen und leitete mit seinem geistigen Schaffen am Ende des Mittelalters die Aufklärung und damit die Betonung des ordnenden Verstandes ein. Mit all den Erfahrungen mit der Aufklärung wissen wir heute, dass der Verstand unser Leben zwar ordnet, die Richtung bestimmt er aber nicht. Moses ben Maimonides ist daher auch nur so zu verstehen, dass man mit dem Verstand Ordnung machen muss, um die weitere Richtung zu erkennen. Nicht wenige fühlen sich in Gott so geborgen und sind dabei so selbstgefällig, dass sie glauben, das Denken nicht mehr notwendig zu haben.

Der Geigenbauer, Martin SCHLESKE, ist ein besonderes Beispiel für meditatives Ringen und setzt dies auch täglichen in seiner Arbeit um:

Wie man bei Pascal VOGGENHUBER finden kann, kann man etwa das Sehen einer Aura (als ein Beispiel unter anderen) erlernen und es bedeutet nichts als eine handwerkliche Fertigkeit1. Martin SCHLESKE würde sich bedanken, wenn jeder, der glaubt, einen Hobel bedienen zu können, ihm ein teures edles Holzstück nach dem anderen ruinieren würde (und dies ohne etwas dabei zu lernen). Es ist eine zutiefst moralische Pflicht für alle, die glauben Lichtarbeiter zu sein, sorgsam und gewissenhaft zu handeln, da viel Schaden durch Dumme, die besonders fleißig sind, angerichtet wird. - Zum Schluss: weder Gott ist faul noch sind es die selbst oder fremd ernannten Geist-, Licht-, „Sternen“ etc,-arbeiter. Das Gegenteil ist der Fall und dadurch wird vieles oft dämonenhaft verzerrt.

1Im Jenseits werden wir noch viel mehr sehen und die primäre Frage ist, wie wir damit umgehen und was wir damit machen. Es gibt gute Gründe anzunehmen, dass alle "Wilden", die nicht abwarten können bis auch die entsprechenden Erkenntnisse gereift sind, drüben mit Ihresgleichen in Quarantäne gehalten werden, womit wir beim Hl. Augustinus aus der Einleitung wären.

<<<< * >>>>

Faulheit ist Dummheit des Körpers und
Dummheit Faulheit des Geistes.

Johann Gottfried SEUME (29. Jan. 1763 – 13. Juni 1810)