Stellungnahmen:

Sind 50.000$ genug ?

Am 20.Nov. 2010 gab es auf derStandard einen Bericht über amerikanische Pensionisten, die ihre Kreditkarten großteils überziehen und in und von Schulden leben. Weniger als die Hälfte aller Pensionisten haben dabei für ihre eigene Altervorsorge weniger als 50.000 Dollar angespart, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.

Stellungnahme von gott.cooperative :

Wie viel ist für eine Altersvorsorge genug? Allen einschlägigen Werbungen zum Trotz, - kann man eine Altervorsorge mit Geld sichern? Jedes Kind weiß und erlebt es auch, dass man sehr viele Dinge auch mit noch so viel Geld nicht kaufen kann. Ein Kind hat kein Geld und trotzdem bekommt es (fast überall) was es jeden Tag braucht. Trotzdem bauen viele Erwachsene ihre Zukunft auf Geld. Unsere Angst und unser Festkleben an vergänglichen Gütern bringt aber gerade erst die Probleme der Finanzwirtschaft, wo vor allem die Pensionsfonds als Heuschrecken besonders auffallen, die nur schnelles Spielgeld machen wollen. Wem fällt da nicht Mt 6,19 ein, wo man von Jesus aufgefordert wird, sich himmlische Schätze zu sammeln und nicht irdische. Eine Bibelstelle, in der man in Folge sogar aufgefordert wird, es so zu machen wie die Vögel, die auch nicht säen und ernten und dennoch jeden Tag vom himmlischen Vater ernährt werden. Die Vögel verwenden ihre Zeit, die sie wie wir vom himmlischen Vater bekommen haben, nicht dafür, sich Sorgen über das Gestern oder Morgen zu machen, sondern dafür, den Augenblick bestmöglich zu nutzen. So wie wir den Augenblick nutzen, so werden wird auch die Zukunft nutzen. Wenn wir den Augenblick nur dazu verbringen Geld zu verdienen und Geld auszugeben, werden wir dies auch in Zukunft so machen, - auch dann noch, wenn wir längst keine Möglichkeit mehr haben eines zu verdienen. Unsere Zeit in Weisheit, Gerechtigkeit und Wahrheit zu investieren, bedeutet jede Minute in Gott zu investieren und sich ein offenes Herz zu bewahren. Ein Herz, das Liebe in sich trägt und auch die Not und das Leid des Anderen sieht. Ein Herz, das weder am eigenen Leid noch an dem des Anderen zerbricht und auch dort noch verständnisvoll und aufgeschlossen ist, wo andere Herzen schon lange erdrückt sind. Ein Herz, das so weit über alles Irdische erhaben ist und sich dennoch bis in die tiefsten Niederungen hinab zu beugen vermag. Ein Herz, das sich mit Gott verbinden kann und die vielen Freuden jeden Augenblicks als Geschenke des himmlischen Vaters anzunehmen versteht und in tiefstem Vertrauen auf Gott sorgenfrei und angstfrei in die Zukunft zu blicken vermag.

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Armut und Reichtum wohnen nicht im Haus,
sondern im Herzen der Menschen.

Antisthenes (445 - 365 v. Chr.)