god/gott cooperative

-*- Α -*- gesegnete Frohe Weihnachten und Friede den Menschen auf Erden -*- Ω -*-

10 Jahre Gott cooperative

2018 ist ein Jahr, indem einiges in Erinnerung gerufen werden kann. 400 Jahre Ausbruch des 30jährigen Krieges mit dem 2ten Prager Fenstersturz (23. Mai 1618) oder 100 Jahre österreichische Republik mit deren Ausrufung am 12. November 1918. Persönlich begehen wird das 10jährige Betreiben dieser Webseite. Unser Start fiel mit einer damaligen Kampagne “There's probably no god. Now stop worrying and enjoy your life.“ auf Bussen in London im Oktober 2008 und der bis dahin größten Pleite in den USA (am 15. September 2008 beantragte Lehman Brothers Gläubigerschutz) zusammen. Es schien nicht nur eine Gott-vergessene Zeit zu sein, sondern auch eine Zeit von aufbrechendem Chaos und allgemeiner Orientierungslosigkeit. Dies war sicher nicht der Beginn und auch nicht der Höhepunkt eines dunklen Zeitabschnittes, den wir hier als Auftakt von noch heraufziehenden größeren Verwerfungen betrachten wollen. Als ein charakteristisches und prophetisches Wetterleuchten können die Klagen des damaligen Papstes im Jahr 2005 über den Relativismus gelten, wobei dieser Relativismus durchaus auch in den eigenen Reihen (kreuz.net war da wohl nur eine von vielen Episoden) zu sehen ist und war und nicht nur der in der Gesellschaft. Wie schlecht es damals um das christliche Abendland wirklich stand, kann man nicht nur an den öffentlich gewordenen Skandalen im Klerus und den vielen „Initiativen“ erahnen, sondern auch an der Orientierungssuche um das Jahr 2010 etwa bei anderen Religionen erkennen. Eine Trophäe der Extraklasse geht hier leider auch an eine österreichische Tageszeitung mit besonderen „Irritationen“ zu Weihnachten.

NoGod

(Das hier geplante Video über den 2008 publik gewordenen Kindesmissbrauch und die Rolle des Vatikan, wurde gelöscht !!)

Es wäre weit übertrieben zu glauben unsere Arbeit hier auf dieser Seite oder unsere vielen Versuche persönliche Kontakte zu knüpfen und auf gesellschaftliche Abläufe im Sinne Gottes Einfluss zu nehmen, hätten den heutigen Umschwung gebracht. Wir könnten hier sicher über einige nette geführte „Geplänkel“ und ausgefochtene „Sträuße“ plaudern, wie auch über die Tatsache, dass einiges ohne unsere Planung oft zeitgleich mit wichtigen Ereignissen, wie etwa dem Terroranschlag mit 130 Toten in Paris am Freitag den 13. November 2015, abgelaufen ist - eine Tatsache, die uns selbst oft eine Gänsehaut und mehr beschert hat und die uns nicht nur einmal wissen hat lassen, dass wir eine Fügung in einem noch viel größeren Theaterstück sind. Der größte Lernerfolg war dabei aber immer bei uns - und das, meist durch unsere Arbeit hier mit jedem geschriebenen Beitrag. Gott hat eine Dampfwalze in Bewegung gesetzt und ER hat uns von unserem Acker geholt, um einer seiner Zeugen zu sein. Wir stehen am Beginn einer großen Revolution; einer Zeitenwende, wie sie die Menschheit noch nie gesehen oder erlebt hat.

Gott schmiedet etwas neues und ER verwendet dabei Ambos, Hammer und Werkstück nach seinem Dafürhalten. Für IHN gibt es dabei keinen Unterschied, da alle Drei von IHM gefertigt wurden. Wie jeder gute Schmied kann ER jedes Werkstück nur mit Hammerschlägen zur Weißglut bringen. Für Klagen über Gott gibt es im Diesseits in keiner der Rollen Raum, da ER von der glühenden Esse - sprich Hölle, von der Irdische nur eine entfernte Ahnung haben - erst im Jenseits Gebrauch macht.

Wie ein Priester, hatte auch ein Schmied in der Gesellschaft ein hohes Ansehen. Vieles was ein Schmied fertigte, verband er mit Ritualen bis hin zu Beschwörungsformeln. Auch Gott hört man bei seiner Arbeit murmeln und sieht IHN gestikulieren. Wir fühlen mit Gott und sehen seine Mühen und den Schweiß auf seiner Stirn. Erstaunt hören wir auch einzelne Wörter wie Noah1 und erahnen dabei, dass Gottes Vorkehrungen weit in die Zukunft reichen.

1Wir vermuten Gottes Einfluss bei einer Namensgebung „Noah“ für einen neugeborenen Knaben, die im entfernteren Bekanntenkreis statt fand. Es ist ein Mosaikstein von vielen, was sich hier für uns letzlich zu einem Gesamtbild zusammen fügt. Gott pokert auch mit einer Arche Noah2 um seine Getreuen zu retten. Gestern war das alles vielleicht noch lustig - unsere nächsten 10 Jahre werden schwieriger sein als die vergangenen 10 Jahre.

2Vieles spricht dafür, dass eine Zeit von Katharer, Jan Hus und den Ketzerprozessen heraufzieht, wo sich Kirche und Politik gemeinsam die Hände schmutzig machten und Macht und Einfluss mehr wog als Wahrheit.

<<<< * >>>>

Der Schmied, der das Feuer anfacht, um eine Waffe zu schmieden, ist mein Geschöpf
und genauso der Krieger, der mit dieser Waffe Tod und Verderben bringt.

Jes 54,16

Jerusalem

Meist findet man nur betretenes Schweigen, wenn es um das 500jährige Gedenken der Reformation geht. Wenn sich dann doch irgendwer bemüßigt fühlt, etwas sagen zu müssen, gibt es kaum mehr als leere, nichts sagende Worthülsen – abgesehen von einigen dämlichen Aktionismen (wie etwa von „Wir sind Kirche“). Ein erweiterter Geschichtsunterricht, wie letztens auf NZZ ist schon sehr selten. Von einer ehrlichen Analyse oder gar von einem Versuch einer Aufarbeitung der Geschichte, wagt man nicht einmal zu träumen. Uns würden sehr böse Dinge einfallen, warum das so ist, und wir wollen uns daher hier nicht darin verlieren.

Auf der einen Seite sind es die Götzendiener, die irgendetwas wegsperren und dann um das, wie um ein goldenes Kalb herum tanzen. Sei es nun ein Meteorit, den man in einer Kaaba versteckt, ein siebenarmiger Leuchter, ein heiliges Buch oder was auch immer in einem Tempel, in einer Moschee, einer Kathedrale oder einem Dom. Es findet sich fast nichts, was man nicht als verehrungswürdig definiert bis hin zu Kornkreisen, Orgonakkumulatoren und anderem, wobei die Echtheit oder Wahrhaftigkeit hier nicht das Thema ist. Man bekämpft sich gegenseitig oft bis aufs Blut, da der andere Götze nur ein Dämon sein kann. Nebenbei geht es ja nicht nur um Marktanteile für seinen eigenen Götzen, sondern auch um für den Unterhalt des Tempeldienstes zu sorgen. Der eingesperrte Gott wird daher auch nur gegen Bezahlung frei gelassen und Ablasshandel ist nur eine von vielen Formen eines oft lukrativen Geschäftes neben Einfluss und Macht, wie es etwa die Pilgerströme nach Mekka und Medina auch sind. Nicht, dass wir reale göttliche Gnadenströme leugnen würden, wir prangern aber an, dass der, der dies alles erschafft, meist nicht erkannt wird, und daher alles zu reinem Theater verkommt1.

Auf der anderen Seite gibt es die Pragmatischen, die nur einen nützlichen - dem Menschen in allem dienenden und bestimmenden - Gott akzeptieren wollen. Einem Allmächtigen, der alles bestimmt, dienen oder gar Opfer dar bringen zu müssen, kommt für solche einem Hohn gleich. Ein solcher Gott urteilt wie bei Martin Luther mit seiner Gnade oder Ungnade, ob jemand gerettet wird oder nicht. Gott bleibt dabei etwas Entrücktes und Unantastbares. In so einem Dunstkreis sprießen die wunderlichsten Ideologien und Weltanschauungen. Vom Kapitalismus, Liberalismus, Merkantilismus, Humanismus, Sozialismus, Darwinismus bis hin zum gottlosen Kommunismus gibt es Theorien und Interpretationsversuche für die ganze oder nur Teile der Welt ohne Zahl. Die Spur in der Geschichte ist blutiger, ausbeuterischer und zerstörerischer als alles, was die Menschheit bisher erlebt hat. Sei es der Raubbau an der Flora und Fauna unserer Erde und an deren Bodenschätzen, oder seien es die noch nie dagewesenen kriegerischen und ökologischen Zerstörungen und Völkermorde. Es sind Superlative, die zwingend in einem gigantischen Kollaps oder Supergau enden müssen, wo nicht nur die gesamte Menschheit, sondern auch der gesamte Planet auf dem Spiel steht. Man muss mit vielen Realitätsverweigerungen leben, wenn man da noch versucht, etwa die Aufklärung, als nur eine von diesen Auswüchsen, schön zu reden. Der ganze Tamtam und das schöne Brimborium ist eine riesige Mogelpackung, in der sich die Ideen und Ideologien oft häufiger ändern als die weibliche Mode2.

Wie schon im Newsletter-Feb2017 aufgezeigt, kann die Reformation nicht ohne krasse Geschichtsverfälschungen auf eine Person oder eine enge Zeitspanne eingeschränkt werden. Es spricht viel für bzw. gegen eine Nachkommenschaft, welche Personen und Ereignisse sie daher in Errinnerung hält. Letztlich geht es ja darum, was vorbildlich ist und nachgeahmt werden soll, um das ewige Leben zu erlangen (es geht ja um Religion). Martin Luther ist/war jedenfalls kein göttliches Leuchtfeuer, und Gründe, ihn statt einen von den vielen anderen, die Gott weit näher waren, derart zu beachten, gibt es keine. Als deutscher Bibelübersetzer wurde er durch das Werk geadelt und nicht durch die Tat, bei der er seine eigenen Vorstellungen wohl nicht immer ganz verbarg, und biblische Inhalte gegen den genauen und richtigen Wortlaut übersetzte (es gab auch damals schon einen Genitiv). Auch Mohammed bediente sich noch älterer Schriften und wir sehen in der Entstehung des Protestantismus viele Parallelen zur Entstehung des Islams. Es ist dies eine Geschichte worüber Gott selbst schon Klagen gegen Jerusalem führte und die heute genauso berechtigt sind wie damals. Dieses und noch vieles mehr sollten wir - in Zeiten größerer Umbrüche und neuerlicher Versuche Gottes sein Volk zu retten - sehen, spüren, begreifen und verinnerlichen.

1siehe hier einen früheren Beitrag Bald Kletterverbot auf australischem Ayers Rock. Nachzutragen wäre, dass ein solches Verbot nun mit 2019 kommen soll.

2Das bisherige große Entgegenkommen Gotttes für diese Strömung, ist wahrscheinlich nur damit zu erklären, dass alle anderen Alternativen noch weniger im Sinne Gottes waren oder sind. Gott steht aber zunehmend unter Zugzwang und vieles deutet darauf hin, dass hier ein Kassasturz zum Schutze der Erde und aller darauf wohnenden Wesen schon eingeleitet ist.

<<<< * >>>>

Jerusalem, Jerusalem, die du die Propheten tötest und steinigst, die zu dir gesandt sind!
Wie oft habe ich deine Kinder sammeln wollen, wie eine Henne ihre Küken unter die Flügel sammelt, aber ihr habt nicht gewollt!

Mt 23,37

 

Einheitswährung

Oft wird Geld als das Blut in der Wirtschaft einer Gesellschaft gesehen, das man nur in ausreichender Menge bereit stellen müsse und der Markt würde sich dann von selber regeln. Im Kleinen weiß jeder, dass das nicht funktioniert. Im Großen funktioniert das noch viel weniger, da Größeres komplexer ist und nicht größere, sondern neuartige übergeordnete Strukturen benötigt. Will man etwa Bergbauern mit Küstenfischern wirtschaftlich verbinden, so kann man nicht einfach eine der beiden Wirtschaftssysteme vergrößern, um beide Wirtschaftsstrukturen zu verknüpfen, sondern man muss beide regionale Wirtschaftssysteme belassen und eine völlig neuartige übergeordnete Wirtschaftsstruktur schaffen, um beide zu verbinden.

Soweit ist dies wahrscheinlich verständlich, verständlich ist es aber plötzlich oft nicht mehr, wenn man für beide Systeme die gleich Währung einführt, was de facto genau die selbe Auswirkung hat. Die Zusammenhänge sind aber noch weit vielschichtiger und diese werden nur teilweise durch ein gutes Steuersystem kompensiert, welches einzelne Bereiche etwa mit einer Tabaksteuer oder Mineralölsteuer gesondert regelt. Leider ist das gesamte Steuersystem längst nur mehr zu einem reinen Geldbeschaffungssystem (was ohnehin schon die Druckerpresse macht und nicht funktioniert) verkommen, anstelle ein wichtiges regulatorisches Instrumentarium für die gesamte Gemeinschaft zu sein. Einen aktuellen Bezug hat die Thematik gerade durch die Diskussion über die Tamponsteuer erhalten.

Geld hat eine fatale und viel zu wenig beachtete Eigenschaft, dass es nämlich Bereiche wie Lebensmittel, Investitionsgüter, Luxusgüter bis hin zu Schuld-, Sühne- und weiter zu Kautionszahlungen und kriminellen Bestechungsgeldern miteinander verknüpft. So bequem und praktisch ein abstrahiertes und anonymisiertes Zahlungsmittel – in welcher Form auch immer – ist, simplifiziert es auf brutalste und unzulässige Weise eine ungeheure gesellschaftliche Komplexität.


Das Video ist nicht ganz aktuell (es ist vom Okt.2016); mit Donald Trump hat es aber lediglich ein leichtes Aufbrechen der verkrusteten Strukturen gegeben, wobei die neuen Wege heute noch unsicherer sind als je zuvor.

Anstelle Bereiche, die nur wenig oder nichts miteinander zu tun haben, voneinander zu entkoppeln und damit die vorgegebenen Komplexitäten besser isolieren zu können, werden aus Sparsamkeits- und Rationalisierungsgründen fälschlicherweise weitere Vereinfachungen etwa im Steuer- und Bankensystem angedacht und auch vorgenommen. Fusionen werden noch oft mit „too big to fail“ bedacht, wodurch das totale Verkennen der Wirklichkeit auch öffentlich wird. Alles verkommt zu einem Einheitsbrei, wo es kein gut oder schlecht, kein wichtig und unwichtig oder kein oben und unten gibt.

Die Genderisierung ist dabei nur eine von den vielen Zeiterscheinungen. Es wird alles zur Beliebigkeit und das große Gebrüll hängt nur mehr an Worten (e.g. Neger bzw. NegerInnen), da es den Sinn dahinter längst nicht mehr versteht – so wie es etwa auch mit dem Nationalismus oder Protektionismus ist. Man versteht nicht, dass vieles die richtige Medizin wäre und nur – wie meistens – die Dosis das Gift macht. Es kann nicht funktionieren alles in einen Topf oder Einheitswährung hinein zu packen und dann - wie im Fall der EU – chronisch alkoholisierte Köche darin herumrühren lassen. Das Ganze kann einem nur kräftig um die Ohren fliegen.

Auslagerungen in „Bad Banks“ können obendrein nur materielle Schäden tilgen und kaschieren bzw. verdrängen den eigentlichen Schaden für die Gesellschaft zur Gänze. Dieser besteht darin, dass die aufgeplatzen Probleme nicht gelöst bzw. gesühnt, sondern nur verdrängt werden und dass die wirklich Geschädigten nicht sinngemäß entschädigt werden. Wie will man etwa auch den letzten Abschuss einer geschützen Art oder die Verpestung / Vergiftung / Verwüstung von ganzen Landstrichen entschädigen. Eine reine Augenauswischerei und „Schuldverwischung“ sind auch alle angedachten Schiedsgerichte im Zusammenhang mit Freihandelszonen. Wenn bei den 500jährigen Reformationsfeiern davon gesprochen wird, dass gewisse Schulden nur Gott vergeben könne, wird eine wichtig Tatsache übersehen. Das Jenseits hat seine eigenen Probleme und Schuld, die hier angehäuft wurde, muss auch hier gesühnt werden. Jeder, der tilgen möchte oder dazu beauftragt wurde, erhält dafür freilich jede nötige Hilfe und Unterstützung von der geistigen Welt.

<<<< * >>>>

Wer alles mit Geld bezahlt,
bleibt vieles schuldig.

Salomon BAER-OBERDORF (31. Mai 1870 – 22. Okt. 1940)

Ist Gott faul ?

Auf den etwas launigen Titel hat uns das Philosophicum von Konrad Paul Liessmann und Michael Köhlmeier gebracht, wo die Frage gestellt wird, was Gott vor der Erschaffung der Welt gemacht hat. Statt zu sagen, Gott ist vorher faul gewesen, hat angeblich der Hl. Augustinus geschrieben, dass er davor die Hölle erschaffen hat, um all diejenigen dort hin zu stecken, die solche Fragen stellen. So ironisch diese Antwort auch klingen mag, trifft sie doch viel besser den Kern als so vieles andere. Man versteht es besser, wenn man Gott als die Sonne sieht, die die Erde anstrahlt. Kein Gemüsebauer würde fragen, ob die Sonne faul ist, nur weil sein Gemüse nicht wächst oder gar verkommt. Die Sonne geht über allem auf und welche Früchte die Erde hervorbringt, ist nicht die Sache der Sonne. Diese Sichtweise extrapolieren wir auch auf die gesamte Schöpfung d.h. welche Schöpfung bzw. Welt die höchsten Geistwesen aus der „Gottesenergie“ machen bzw. welche Welt die Geistwesen vor der jetzigen geschaffen haben, ist nicht direkt Sache Gottes.

Im Kleinen gibt es wahrscheinlich schon im Diesseits nicht wenige, die mit dem vollen Bewusstsein von Gott angestrahlt zu werden, leben und damit nichts anzufangen wissen d.h. in mystischen Anfangserfahrungen stecken und geistig nicht weiter wachsen bzw. ihren Schöpfungsauftrag nicht verstehen. In den Schriften von Moses ben Maimonides (1135 – 1204) findet sich dazu sinngemäß etwa folgendes:

Das Begreifen der Gottheit (sofern wir in unseren begrenzten Möglichkeiten überhaupt an ein Begreifen herankommen), kann nur mit geordnetem und beweisfähigem Verstand errungen werden. Weder blitzartige Erhellung durch göttliche Eingaben, noch ausschließliches Forschen oder strikte Befolgung religiöser und gesetzlicher Vorschriften befähigen jemanden, die wahre Richtung zu erkennen.

Moses ben Maimonides lebte in Zeiten großer Umwälzungen und leitete mit seinem geistigen Schaffen am Ende des Mittelalters die Aufklärung und damit die Betonung des ordnenden Verstandes ein. Mit all den Erfahrungen mit der Aufklärung wissen wir heute, dass der Verstand unser Leben zwar ordnet, die Richtung bestimmt er aber nicht. Moses ben Maimonides ist daher auch nur so zu verstehen, dass man mit dem Verstand Ordnung machen muss, um die weitere Richtung zu erkennen. Nicht wenige fühlen sich in Gott so geborgen und sind dabei so selbstgefällig, dass sie glauben, das Denken nicht mehr notwendig zu haben.

Der Geigenbauer, Martin SCHLESKE, ist ein besonderes Beispiel für meditatives Ringen und setzt dies auch täglichen in seiner Arbeit um:

Wie man bei Pascal VOGGENHUBER finden kann, kann man etwa das Sehen einer Aura (als ein Beispiel unter anderen) erlernen und es bedeutet nichts als eine handwerkliche Fertigkeit1. Martin SCHLESKE würde sich bedanken, wenn jeder, der glaubt, einen Hobel bedienen zu können, ihm ein teures edles Holzstück nach dem anderen ruinieren würde (und dies ohne etwas dabei zu lernen). Es ist eine zutiefst moralische Pflicht für alle, die glauben Lichtarbeiter zu sein, sorgsam und gewissenhaft zu handeln, da viel Schaden durch Dumme, die besonders fleißig sind, angerichtet wird. - Zum Schluss: weder Gott ist faul noch sind es die selbst oder fremd ernannten Geist-, Licht-, „Sternen“ etc,-arbeiter. Das Gegenteil ist der Fall und dadurch wird vieles oft dämonenhaft verzerrt.

1Im Jenseits werden wir noch viel mehr sehen und die primäre Frage ist, wie wir damit umgehen und was wir damit machen. Es gibt gute Gründe anzunehmen, dass alle "Wilden", die nicht abwarten können bis auch die entsprechenden Erkenntnisse gereift sind, drüben mit Ihresgleichen in Quarantäne gehalten werden, womit wir beim Hl. Augustinus aus der Einleitung wären.

<<<< * >>>>

Faulheit ist Dummheit des Körpers und
Dummheit Faulheit des Geistes.

Johann Gottfried SEUME (29. Jan. 1763 – 13. Juni 1810)

"kranke" Ethik

In regelmäßigen Abständen gibt es immer wieder Stimmen, die das Leben von einigen gegen das von anderen abwägen und daraus fast moralische Pflichten für heldenhafte Morde oder gar Massenexekutionen ableiten. So jüngst geschehen durch ein Theaterstück, das einen Gerichtsprozess gegen einen (wie könnte es auch anders sein) hübschen jungen Kampfpiloten zum Thema hat, wecher in einer heldenhaften Tat, eine Passagiermaschine abschießt, um ein mögliches Massensterben in einem Fußballstadium zu verhinden. Man könnte fast glauben, es handle sich bei solch einem Medienspektakel, wo es sogar ein öffentlich wirksames Pulikumsvoting gab, um eine Werbeveranstaltung der Waffenlobby. Besonders erschreckend ist, dass es kaum Stimmen wie diese hier gibt, die das Heuchlerische und Pharisäerhafte solcher Anwandlungen entlarfen. Nicht nur dass all diese Fälle rein fiktiv, surreal, künstlich konstruiert, mit einem Wahrscheinlichkeitsgrad von nahezu Null etc. sind, wird hier auch bewusst oder unbewusst die Wirklichkeit auf das Schlimmste verzerrt und verkannt. Den vielleicht noch realistischen Fall, dass ein Arzt bei einer Geburt zwischen dem Tod der Mutter und dem des Kindes steht, möge dies verdeutlichen. Richtig dargestellt reichen die Fähigkeiten dieses Arztes nur zur Rettung eines der beiden Leben. Ohne Arzt würden beide sterben und mit einem besseren Arzt würden vielleicht beide überleben. Von der bewussten Tötung des einen zu gunsten des anderen kann daher keine Rede sein. Einen Kampfpiloten mit einem Arzt oder gar mit einem Chiruren vergleichen, der Krebsgeschwüre beseitigt, wollen wir hier doch nicht. Das würde wiederum vielleicht die gesamte westliche Medizin und in Folge die ganze westliche Denkart ein wenig hinterfragen und wäre wahrscheinlich auch einmal sehr lohnenswert.

All die Fälle, die die Heuchler und Pharisäer konstruieren, sind kranke Hirngespinste aus Zeiten der Barbarei, wo man Tier oder Menschenopfer darbrachte, um rachsüchtige Götter zu besänftigen und unehrliche Versuche auf diese oder jene Art dem organisierten Morden auf unserem Planeten die fehlende Rechtfertigung zu geben. Keiner von diesen wird in das Himmelreich eingehen und Jesus hat dafür scharfe Worte. Der barbarische Ungeist durchzieht dabei alle gesellschaftlichen Kreise und man findet solchen durchaus auch in der christlichen Religion, wo etwa ein Opfer Jesu, uns angeblich mit einem unbarmherzigen Gott versöhnt hat, der aber andererseits „gnädig“ ist, weil er seinen eigenen, einzigen und eingeborenen Sohn dafür „her gibt“.


„Ohne Gott bin ich niemand. Durch Gott darf ich sein und alle seine Werke bewundern.“
(die Sängerin - Brigitte Traeger)

Der ganze Opferglaube bzw. Opferkult beleidigt Gott und ist seiner unwürdig. Gott ist anders und Jesus spricht nicht umsonst von meinem Gott und eurem Gott. Er selbst hat uns nicht mit irgendeinem grausamen Gott versöhnt oder einen solchen umgestimmt. Es gibt auch weder irgendeinen Bund, ein Testament noch ein Vertrag mit Gott – auch keine wie auch immer geartete Scharia von, mit oder durch Gott. Gott ist, war und wird immer der bleiben, der er ist. Gott schliest schon deswegen keine Gesetze/Verträge mit Menschen, weil all die Heuchler, Pharisäer und Schrift- bzw. Gestzgelehrten, sich nicht einmal selber an ihre eigenen Gesetze halten. Gott steht über dem Gesetz und das Gravitationsgesetz etwa ist deswegen gültig, weil Gott es geschaffen hat und nicht deswegen weil ein Verwirrter oder Geblendeter die Einhaltung der Gravitation überwacht oder jemand Sachverhalte wie auch immer formuliert hat. Durch Jesus wurde uns die ganze Niedrigkeit, Erbärmlichkeit, Niedertracht und geistige Not des Menschen sichtbar und die Kluft zwischen Gott und Mensch schmerzlich offenbar an einem Gekreuzigten. Seine über alles irdische erhabene Strahlkraft treibt die größte Dunkelheit wie Ungeziefer aus den letzten Winkeln. Nur er kann uns von unserer eigenen Not befreien, indem er all das Ungeziefer vor uns hertreibt. Kein anderer vermag durch seine göttliche Reinheit so zu leuchten, um uns als Salvator Mundi voranzugehen.

<<<< * >>>>

Denn Tugend und Reinheit unterscheiden sich wenig vom Laster,
wenn sie nicht frei sind vom bösen Gefühl.

Anton Pawlowitsch Tschechow (29. Jan. 1860 – 15. Juli 1904)