god/gott cooperative

Die Wahrheit siegt, aber sie kann nur siegen, wenn sie gesagt wird. (Johann Hus 1369-1415)

Ethikunterricht, das Ende eines Schulversuchs

Im Januar 2011 haben die Meiden (etwa in einigen Artikeln auf diePresse oder auf kathpress) vom Ende des Ethikunterrichts als Schulversuch berichtet. Dazu gab es auch am 19. Jan. 2011 eine Podiumsdiskussion im Festsaal des Alten Rathauses u.a. mit dem evangelischen Bischof Michael Bünker, VP-Abgeordneter Fritz Neugebauer und Alt-Dekan der Uni Wien Peter Kampits.

Stellungnahme von gott.cooperative :

Teilweise kann man rund um die Diskussion um diesen verpflichtenden Ethikunterricht tief in die österreichische oder besser in die „neuzeitliche und fortschrittliche“ Seele blicken. Wir wollen uns mit unserer Argumentation auf die Postings auf derStandard fokussieren, die eigentlich weit unter dem Niveau dieser Qualitätszeitung sind. Man fühlt sich zurück versetzt in die Urzeiten der aufkommenden Alchemie, wo man noch weit entfernt war von den mittelalterlichen Verirrungen und den damaligen Scharlatanen, die etwa aus Stroh Gold zu machen versprachen. Unsere Zeit ist viel zu kurzlebig geworden, um nicht unseren oberflächlichen und kurzatmigen Wahrnehmungen zu folgen. Unsere kindliche Unwissenheit und Unbefangenheit ist aber unredlich und verantwortungslos gegenüber Vorfahren, die unerklärliche Mächte (auch für unsere heutigen Wissenschaften) sehr wohl wahr nahmen und in ihrer Ohnmacht in den Aberglauben und den Hexenwahn flüchteten. Es bleibt künftigen Generationen, die mit einem ausgeplünderten und verwüsteten Planeten vorlieb nehmen werden müssen, vorbehalten darüber zu urteilen, welche Epoche die fortschrittlichere war. Diejenige mit den Verirrungen und Aberglauben oder jene mit dem alles Transzendente ignorierenden Materialismus. Einem Materialismus, der auch unser geistiges Wissen umschließt und der nicht erkennt, dass unser Wissen über Aktienkurse, über technische Abläufe und weltliche Vorgänge vergänglich ist. Einem Materialismus, der lieber an UFOs glaubt, als an geistige Wesen oder gar an Engel, die ihre Erscheinungsform beliebig wählen können. Wo man lieber an Kraftplätze glaubt, und die Kraft etwa auch verstorbener Seelen nicht erkennt. Wo man lieber von verschiedenen Strahlungen spricht als von Gnadenströmen. Einem Materialismus, der nicht wahr haben will, dass es hier keinen Funktionalismus mehr gibt, sondern ein Wesen mit einem eigenen Willen und einer höheren Intelligenz. Dieses Wesen, das uns geschaffen hat und dessen Sprache zu verstehen wir mühselig erst wieder erlenen müssen, ist unser einziges Ziel und unsere einzige Hoffnung. Soll das die einzige Errungenschaft der Neuzeit sein, dass wir nicht einmal mehr in der Lage sind, unseren Kindern etwas Bleibendes über dieses Wesen mitzugeben?

Abschließend; unvergängliche, mystische und religiöse Erkenntnisse sind tiefere Wahrheiten über eine reale Wirklichkeit. Aberglaube, Irrglaube oder Unwissenheit sind kein Ersatz für ein Wissen, für dessen Echtheit es auch viele Blutzeugnisse gibt. Unabhängig von unseren Befindlichkeiten sind wir verpflichtet unseren Kindern ein seriöses, konfessionsüberschreitendes, unvergängliches und tieferes Wissen zu vermitteln und sei dies in einem Ethikunterricht, der auch von einem entsprechenden öffentlichen Leben ergänzt werde muss. Die jahrelange Untätigkeit in diesem Bereich ist den Ansprüchen und den Bedürfnissen unserer Kinder nicht gerecht geworden und möge in der Zukunft nicht auf uns zurück fallen.

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Erkenntnis macht frei,
Bildung fesselt,
Halbbildung stürzt in Sklaverei.

Wilhelm Raabe (8.Sep. 1813 - 15.Nov. 1910)

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