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-*- Α -*- gesegnete Frohe Weihnachten und Friede den Menschen auf Erden -*- Ω -*-

Bibel-Mythos

Anfang April ist im weekend Magazin ein Artikel basierend auf einem Interview mit Anton Kalkbrenner und Prof. Agnethe Siquans als „coverstory“ erschienen. Die so aufgemachte Coverstory „Der grosse Bibel-Mythos“ gibt der Karwoche 2012 und der Kreuzgigung Christi noch eine unnötige und zusätzliche Bedeutung, indem er eigenwillig sich an vermeintlichen Bibel-Irrtümern versucht und fernab irgendeiner religiösen Realität ist. Wir wollen es hier als Musterbeispiel im Umgang mit öffentlichen Medien stehen lassen.

Stellungnahme von gott.cooperative :

Wir haben in religiösen Kreisen selten einen belangloseren, langweiligeren und leidenschaftsloseren Artikel gelesen. Man glaubt hier, bei Gott handle es sich um einen kalten Stein ohne Leben, Gefühl oder Verstand. Was Quelle des Lebens ist und lebendiges Wasser, ist hier altes Stroh, das selbst die ausgehungertsten Esel verweigern. Von der Bibel oder Jesus sollte jedem zumindest so viel bewusst sein, dass wir es Jesus und allen die nach ihm als Christen wie er diesen Kreuzestod gestorben sind, zu verdanken haben, dass es dieses Folterwerkzeug heute nicht mehr gibt. Die Transformation dieses Folterwerkzeuges in ein Heilssymbol ermöglichte erst dessen Abschaffung und scheint heutige Menschen vielfach zu überfordern. Eben so wenig können wir hier der These „die Hölle sei eine Erfindung von Kirchenvätern, um untertänige Christen im Zaum zu halten“ abgewinnen. Es ist zu einfach und zu billig, große christliche Mystiker in die Nähe heutiger Verschwörungstheorien zu bringen, die in Wirklichkeit nur eine Vorstufe von Massenhysterie und Hexenwahn sind. Theologen, die versuchen die Hölle zu leugnen, sind ähnlich weltfremd und abgehoben wie seinerzeit Maria Antoinette (2.Nov. 1755 – 16.Okt. 1793), die nur den prächtigen Hofstaat eines Sonnenkönigs Ludwig d. XVI (23.Aug. 1754 – 21.Jan. 1793) kannte, und meinte, das hungernde Volk solle eben Kuchen essen, wenn es kein Brot habe. Auch wenn hier nicht das Predigen über die Hölle propagiert wird, so gilt als selbstverständlich, dass, so wie es uns hier gut geht, andernorts Menschen, Hunger, Not, Verfolgung und viel Leid ertragen müssen, es auch eine Hölle gibt.
Geistige Höchstleistungen werden immer wieder in regelmäßigen Abständen erbracht, wenn es um die Jungfräulichkeit Marias geht. Diese ist nicht nur eine Zumutung für religiöse Analphabeten, sondern auch für jeden, der es einem Unverständlichen aufbereiten soll. Gott existiert für die meisten schon lange nicht mehr und dass diesem nicht existierenden Gott noch alles gehört, geht über jegliche heute gängige Vorstellung. Wie schnell würden sich etwa die männlichen lautstarken Unterstützungen für ein weibliches Priestertum marginalisieren, wenn vorab christliche Enthaltsamkeit für alle in religiösen Diensten gefordert würde. Träume vom klassischen griechischen Altertum mit willigen heidnischen Tempeldienerinnen, sollten längst einem lebendigen, realistischen und ehrlichen christlichen Gottesbild gewichen sein. Einem Gott, dem nicht nur der Tod am Kreuz, sondern auch das ganze Leben gehört.

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Gott tut jetzt, was er schon allezeit getan hat:
Er erhöht die Demütigen und demütigt die Stolzen.

Notker Balbulus (840 – 6.April 912)

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