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politischer Jesus II

Details
Written by: Famulus
Category: cat_proph
Published: 08 December 2025

Können Sie sich noch daran erinnern, wie das war, als sie noch an das Christkind glaubten? Es war eine schöne kindliche Freude, und man konnte den Tag kaum erwarten bis es dann wirklich gekommen ist. Diese Freude verschwand, als man allmählich hinter die Fassade zu blicken vermochte. Die Enttäuschung war riesengroß und es war einer der Schritte zum Erwachsen werden. Nein – man kann nicht ewig ein Kind bleiben. Auch das mit dem Jesus ist eine solche Geschichte und wer nicht den Mut hat, die volle Wahrheit darüber zu erfahren, sollte hier nicht weiter lesen!

Gott ist nicht so „brutal“ wie die Menschen und seine Einführung in die Wahrheit erfolgt viel liebevoller d.h. der Christkindl-Schock vollzieht sich hier auf eine andere Weise. Wir sind nicht Gott und so möge der Leser es uns nachsehen, wenn wir es hier „holprig“ treffen sollten. Nun - wir haben schon einige „Auferstehungen“ erlebt und sind in einem stabilen Glauben verankert. Vertraut mit Träumen und verschiedenen Arten von Grenzerfahrungen möchten wir hier eine Episode erzählen, die es wie keine andere auf den Punkt bringt. An einem „bestimmten“ Morgen, schauten wir in den Spiegel. Tief getroffen sahen wir für einige Augenblicke lang nicht uns, sondern ein Bild von Jesus. Es war lange genug, um uns eine klare Botschaft zu übermitteln und um jede flüchtige Täuschung auszuschließen. Ja – Jesus ist nicht irgendwer auf der Welt, sondern jeder von uns trägt das Ebenbild Gottes seines Schöpfers durch Jesus in sich. Jeder von uns ist ein Geschöpf Gottes (Gottessohn), wenn auch in einer sehr unvollkommenen Form. Das Jesus-Bild, das sich ganze Generationen und Kulturen zusammengezimmert haben, ist das, was Gott bei der Erschaffung des Menschen im Paradies dem Adam eingehaucht hat und durch den Sündenfall verschüttet worden ist1. Damit der Geist vom Adam zu seinem Schöpfer zurück kommen kann, muss sich der Geist wieder vom Adam d.h. von der Welt trennen.

1Das mit dem Adam, Paradies, Sündenfall, Engelsturz etc. ist abermals eine Christkindl-Geschichte. Um auch dies zu verstehen muss man noch viel tiefer eintauchen und es soll daher der Adam und alles andere derweilen als Eselsbrücken stehen bleiben. Da könnte man gleich auch noch den Glauben an das Fegefeuer, an Himmel und Hölle, an Dämonen, Teufeln, Feen, gute und böse Geister und noch so einiges mehr – wie überhaupt an das Böse in dieser Welt – anhängen. Es wären bessere Vorstellungen als die gängigen, aber die ganze Wahrheit könnten auch die verbesserten Beschreibungen nicht erfassen. Abgesehen davon, dass diese noch viel weniger vor falschen Auslegungen geschützt wären und manche es so wie bei Jesus interpretieren würden, dass solches alles nur ein Märchen sei.

Die Messias- und Erlöser-Geschichte ist zwar sehr nett und schön, aber letztlich auch nur eine Eselsbrücke. Baruch de Spinoza war nicht ganz daneben. Es gibt nicht nur einen einzigen Jesus, sondern in jedem Menschen ist tief verborgen ein göttlicher Jesus - wie auch auf dem Grund der gesamten Schöpfung, Gott selber ist. Was Kulturen und Religionen von diesem göttlichen Jesus schon ans Tageslicht gefördert haben, steht allerdings auf einem ganz anderen Blatt. Jesus aus der Bibel ist bis dato wohl das Beste, wenn auch nicht das Einzige, was man diesbezüglich findet. Es ist müßig danach zu fragen, ob der Jesus aus der Bibel nun wirklich gelebt hat oder ob es eine zusammengetragene Geschichte von Erfahrungen von vielen Menschen ist. Der Jesus in der Bibel ist das höchste Kulturgut der Menschheit und beruht, wenn vielleicht auch nicht alles, so doch das Meiste, auf realen Erlebnissen.

Leider wird der Fehler gemacht, dass man diesen Jesus irgendwo konserviert und nicht begreift, dass das göttliche Jesus-Bild täglich weiterlebt und die Bibel daher ein offenes Buch d.h. kein abgeschlossenes Werk ist. Cursillo hat dies als Grundkonzept aufgegriffen, indem man noch nach einem 3-tägigen Kurs, einen vierten Tag anhängt, der die christliche Verwirklichung im alltäglichen Leben ist. Das Grab von Jesus ist offen und trotzdem begann mit der Apostelgeschichte der Bibel die Verpolitisierung und Institutionalisierung des Christentums.

siehe auch:
politischer Jesus I
Osterhase und Jesus oder Kant und Marx
Osterhase und Jesus II
Jerusalem

Quo vadis?

Details
Written by: Famulus
Category: cat_proph
Published: 30 November 2025

„Germania! Quo vadis?“ Deutschland! Wohin gehst du? Für jemanden der kein Ziel hat und keines kennt, ist es einerlei, ob er schnell oder langsam geht, ob er vorwärts oder rückwärts geht oder ob er überhaupt nicht geht. Was ist das für eine Leitkultur, wo die Hauptthemen die vegane Ernährung, d.h. Essen und Trinken, und durch Genderideologie das Geschlecht, d.h. der Sexualtrieb sind? Es haben teilweise schon Tiere höhere Impulse für ihre Handlungen. Gibt es in unserer vergänglichen Welt nichts Bleibenderes als den flüchtigen Augenblick? Den wenigsten scheint bewusst zu sein, dass sich unser Denken und Handeln auf festen Ebenen und Bahnen bewegen. Auch die öffentliche Diskussionen eines ganzes Volkes oder einer Gemeinschaft kann man in hierarchische Stufen einordnen. Um die Ausführungen hier ein wenig abzukürzen, wollen wir gleich einen Sprung machen und in den synodalen Weg und bei einem Video mit Kardinal Müller einsteigen:

Kardinal Müller

(Leider ist schon sehr viel KI/AI verseucht und man kann kaum mehr wissen von wem und von wo man manipuliert wird – so viel zum Video selbst, das nun lieder nicht einmal einige Tage im Netz war und wir kein entsprechend neues finden konnten). Wer in seinem Denken sehr materialistisch ist, steht in der Hierarchie unten. Mit zunehmender Abstraktion erreicht man höhere Ebenen, setzt sich aber der Gefahr aus, jede Realität zu verlieren. Nun – dem synodalen Weg fehlt jede höhere Anbindung und hat damit keinerlei geistige Tiefe. Es gleicht einer Schulhofrauferei, die schon am nächsten Tag wegen neuer Gründe fortgesetzt wird. Zustände, wie man sie im heutigen Deutschland zur Genüge kennt. Kardinal Müller versucht den Diskurs auf eine besser Stufe zu bringen, scheitert letztlich aber an einigen Realitäten auf die wir hier etwas näher eingehen wollen.

Es gibt eine absolute, objektive Wahrheit und es gibt ein subjektives freies Gewissen, welches selbst Gott respektiert.1 Es ist auch nicht so, dass uns Gott in allem und jedem dreinredet und uns immer sagt was wir zu tun hätten.2 Wenn sich jemand hinstellt und behauptet er verkörpere Kraft seines Amtes oder seiner Person als Geweihter bzw. Heiliger die absolute, objektive Wahrheit, so stellt er sich zwischen seinen Mitmenschen und Gott – wie es Religionen oft machen und ihre Gläubigen nur selten zur Selbständigkeit und Eigenständigkeit heranführen. Es würde uns beispielsweise (obwohl wir von IHM hier berufen wurden) nie einfallen zu sagen auf diesen unseren Seiten spricht Gott selbst, obwohl wir alles - so gut wie es uns gegeben ist - mit IHM nach unserem besten Wissen und Gewissen abstimmen. Noch viel weniger würden wir alle, die andere Ansichten haben, auf einem Scheiterhaufen verbrennen. Gerade die Kirchen machten viele zu Märtyrern und nicht jede Offenbarung - auch wenn sie echt ist - wird anerkannt.

1Hier spielt das Wissen und der Glaube jedes einzelenen hinein. Es ist der Glaube, der uns eine objektive Wahrheit vermuten läßt und unser Wissen, das das subjektive Gewissen bildet. An beidem hat der Mensch sein ganzes Leben lang zu arbeiten!

Das mit der leiblichen Auferstehung ist ein besonderer Spagat. Einerseits wird weitgehend die Reinkarnation geleugnet (von uns wird diese nicht grundsätzlich geleugnet, obwohl wir diese durchaus auch kritische sehen) und anderseits gibt es nach dem Tod dennoch eine leibliche Rückkehr des Geistes ins Materielle. Hier sehen wir die ganze kirchliche Lehre, die nur von einem einzigen Leben und dann vielleicht von einer ewigen Verdammnis3 spricht, im Zwiespalt. Gelegentlich hört man sogar, dass nur Menschen eine Seele hätten und alles andere inklusive Tiere nicht. Hier fehlt es am Grundverständnis der gesamten Schöpfung, was sich auch im „christlichen“ Umgang mit derselben niederschlägt.4 Man hat für jeden Kleinkram5 große theologische Antworten, aber die wirklich zentralen Fragen einer Religion bleiben offen. Man wühlt - wie der synodale Weg - lieber tief im Schlamm, als dass man sich mit den elementarsten Fragen des Menschseins beschäftigt. Den Schlamm, den man sät, erntet man und wird ihn noch ernten!

4Man könnte hier von Jakob Lorber lernen und man bräuchte deswegen nicht gleich ein blinder Anhänger von ihm zu sein. Frei nach dem Motto, prüfet alles und behaltet das Gute.

5wie echte Pharisäer. Unsere Welt ist im Wandel und der zukünftige Pharisäer mit allen Vor- und Nachteilen wird KI sein. KI wird uns nicht nur alle zu einem gläsernen Menschen machen, sondern auch bestimmen, wer für was digitales Geld beheben kann und wer auf irgendeinen - wie auch immer gearteten -Scheiterhaufen verbrannt wird. Auf in eine neue Zukunft!! (Gott wird dafür Sorgen, dass die Bäume nicht zu hoch in den Himmel wachsen).

siehe auch:
1Körper, Seele & Geist
2Sklave oder Diener?
3Allein seligmachende ewige Verdammnis
Buch: Einweihung
deutsches Wesen

Jerusalem

 

deutsches Wesen

Details
Written by: Famulus
Category: cat_proph
Published: 09 November 2025

„Und es mag am deutschen Wesen / einmal noch die Welt genesen.“ Nach dem 30-jährigen Krieg (1648-1648) hatte ganz Mitteleuropa fast 200 Jahre Zeit sich zu erholen und kam zu einer noch nie dagewesenen Blüte, was denn wohl auch den einleitenden geschichtsträchtigen Satz von Franz Emanuel August GEIBEL (1815-1884) hervor brachte. In der Literatur spricht man von der deutschen Klassik (1786-1832), die hauptsächlich von Goethe (1749-1832) und Schiller (1759-1805) getragen war. Eine kleine Auswahl von einigen damaligen Kulturträgern (ohne auf die speziellen Leistungen einzugehen) soll das veranschaulichen:

  • Geisteswissenschaft und Kunst: Emanuel Kant (1724-1804), Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1770-1831), Arthur Schopenhauer (1788-1860), Ludwig Feuerbach (1804-1872), Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791), Ludwig van Beethoven (1770-1827), Franz Peter Schubert (1797-1828)
  • Wissenschaft und Ingenieurskunst: Gottfried-Wilhelm Leibniz (1646-1716), Leonhard Euler (1707-1783), Josef Madersperger (1768-1850), Carl Friedrich Gauß (1777-1855), Robert Wilhelm Bunsen (1811-1899), Gustav Robert Kirchoff (1824-1887), Gottlieb Daimler (1834-1900), Robert Bosch (1861-1942), Friedrich Sauerbruch (1875-1951)

Nach 200 Jahren des Aufbaus kommt Stolz, Hochmut, Arroganz und Größenwahn, so dass der Abstieg mit WK1 und WK2 schon vorgezeichnet war. Einleitender, selbstherrlicher Satz zeichnete schon die Wende und der Beginn es Abstiegs an. Die Talsohle des Abstiegs scheint aber auch nach zwei Weltkriegen noch nicht erreicht zu sein, und das deutsche Volk wurde nach den Kriegen „Gehirn amputiert1“ und durch „social engineering“ jeglicher eigenen Identität beraubt. Das was sich vor nicht allzu langer Zeit noch als Leitkultur feiern ließ, ist nur Arroganz und bodenlose Dummheit. Wieso wir dies hier alles schreiben? Wir schreiben dies hier deswegen, weil es mit dem jüdischen Volk zur Zeit Jesu ähnlich war und um den „politischen Jesus“ derart besser verstehen zu können.

1Alles was irgendwelche Qualifikationen oder Fähigkeiten hat, hat Deutschland schon lange verlassen oder flüchtet noch ehe es zu spät ist.

Der jüdische Staat wurde seinerzeit aufgelöst und die jüdische Religion teilte sich in einen christlichen und einen traditionalistischen Glauben, wobei beide Religionen neu gegründet wurden. Keine Frage, dass sich die beiden Religionen Spinne Feind sind, da jede der anderen Gesinnung die Schuld am damaligen Desaster gibt, wobei natürlich die Traditionalisten den geringeren Weitblick haben. Die hochmütige Arroganz, das auserwählte Volk zu sein, haben beide übernommen und dient nicht der Wahrheit, sondern fördert nur die Borniertheit. Wenn die Welt am deutschen wie seinerzeit am jüdischen Wesen genesen soll, so könnte dem deutschen Volk noch einiges ins Haus stehen. Der Protestantismus ist seinerzeit ja auch auf deutschem Boden entstanden und hat zum 30-jährigen Krieg geführt. Die Schuhnummer könnte nun aber noch etwas größer ausfallen.

- wird fortgesetzt – (politischer Jesus II)

siehe auch:
politischer Jesus I
Führung der Völker
Buch: ROOTS

politischer Jesus I

Details
Written by: Famulus
Category: cat_proph
Published: 21 October 2025

War Jesus Gott? Theologisch wird zwischen Jesus und Christus unterschieden, wobei oft auch Jesus Christus als eine einzige Person gesehen wird. Nun – mit Jesus wird meist die historische, als Mensch lebende Person verstanden und mit Christus meint man den verklärten Jesus d.h. die nach der Auferstehung mit Gott vereinte Seele, die vormals in Jesus gelebt hat. Soweit ist alles noch recht verständlich - der richtige Spagat begann mit dem Konzil von Nicäa (325 n. Chr.). Dazu ein Video mit Gedanken von Baruch de Spinoza (24.Nov. 1632 – 21. Feb. 1677):

Gott ist Mensch geworden und hat unter uns gewohnt – so lautet es im christlichen Glaubensbekenntnis. Es ist dies eine Verdrehung von Joh 1,14 wo „das Wort Fleisch geworden ist und unter uns gewohnt hat.“ Wenn das Wort Fleisch geworden ist, so bedeutet das nur, dass Gott sein Wort eingelöst hat und er einen Messias oder was auch immer gesandt hat und noch lange nicht, dass er selbst Fleisch angenommen hat. Letztlich ist die ganze Schöpfung durch das Wort bzw. den Willen Gottes entstanden. Da müsste nach der selben Logik die ganze Schöpfung Gott selber sein und somit auch jeder einzelne von uns.

Man findet immer und überall, dass beim guten Weizen auch viel Unkraut mitwächst und man etwa wie hier aus Spiritualität eine Religion macht bzw. schon oft gemacht hat. Politische, selbstsüchtige Zwecke verdrehen, verbiegen und letztlich auch missbrauchen göttliche/absolute Dinge, um selbst am Absoluten und Ewigen teilhaben zu können und um so eine Legitimation zu erhalten. Alle Religionen sind politische Instrumente und niemand dürfte das wohl besser verstanden haben als Konstantin I (27.Feb. 270/288 – 22.Mai 337). Wenn heute von einem politischen Islam die Rede ist, so ist man da wohl auf beiden Augen blind und vergisst, dass das eine lange und alte Tradition hat.

Der noch viel größere Brocken dürfte aber wohl der sein, dass Jesus als historische Figur nie gelebt oder je existiert hat. Für unsere eigene Gottesbeziehung ist es einerlei, ob die Sache sich nun so oder vielleicht doch etwas anders verhält. Wir werden hier aber noch mit einem späteren weiteren Beitrag genauer in Letzteres einsteigen.

- wird fortgesetzt – (politischer Jesus II)

<<<< * >>>>

Zu dem Adler sprach die Taube:
„Wo das Denken aufhört, da beginnt der Glaube.“
„Recht“, sprach jener, „mit dem Unterschied jedoch:
Wo Du glaubst, da denke ich noch.“

Ludwig Robert (16. Dez. 1778 – 5. Juli 1832)

siehe auch:
Der gordische Knoten ... ;-))
Gott und Mensch zugleich
Die Gaukler Gottes
ich bin katholisch

prophetischer Prolog

Details
Written by: Famulus
Category: cat_proph
Published: 21 August 2025
per aspera ad aster (lat.) - durch das Rauhe zu den Sternen

Johannes vom Kreuz (24.Juni 1542 – 14.Dez. 1591), ein Mystiker und Heiliger der katholischen Kirche, prägte den Ausdruck „geistige Nacht“. Wie in unserem Newsletter August 2025 durch Carl Gustav Jung angedeutet, ist eine echte mystische spirituelle Erfahrung für jeden ein tiefgreifendes Erlebnis. Göttliche Erlebnisse selbst durchwandert man in einem seelischen Ausnahmezustand, wo man selbst orientierungslos und wie ferngesteuert Tage, wenn nicht sogar Monate körperlich abgehoben dahinsiecht. Es ist vergleichbar mit einer Nahtoderfahrung, wo man nicht den Tod als schmerzhaft erlebt, sondern die Rückkehr zum Leben mit Intensivstation und längerer körperlicher Leiden. Es ist das langsame wieder verschwinden des Göttlichen, was einen wie eine leere ausgebrannte Hülle ohne Kraft, Ziel und Orientierung zurück lässt. Gott zieht sich zurück, damit wir ein selbständiges, eigenverantwortliches Leben führen können1. Gott will und braucht keine Sklaven! Es gibt nur sehr wenige, die stark genug sind, um eine solche göttliche Annäherung in einer angemessenen Zeit gut zu "verdauen".

1... siehe etwa die Erklärung der Himmelsleiter in Rechte und linke Christen

Keine Frage – ein echter Mystiker steht mehr in der Verantwortung als jeder normale Bürger und wird einst sicher auch strenger gerichtet. D.h. einem Kind wird öfter, mehr und anders geholfen als einem Erwachsenen. Der Umgang mit einem Erwachsenen ist auch ein anderer als ein Umgang mit einem Kind. So Gott sich nicht mehr auf die selbe Weise meldet als „früher“, sollte das niemanden dazu verleiten zu sagen, die Erlebnisse wären wohl „besondere kosmische“, vielleicht wissenschaftlich noch nicht geklärte Phänomene gewesen und Gott als solcher existiere nicht oder nicht mehr. Jeder Mystiker wird sich um seine eigene Sprache mit Gott bemühen müssen, die oft viel ehrlicher, leiser und feiner sein wird als all das Geplärr der Welt. - bleiben Sie ein treuer Leser dieser neuen Rubrik ….

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