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Buch: Alles für Allah

In diesem Jahr ist ein neues Buch „Alles für Allah“ oder mit dem Untertitel „Wie der politische Islam unsere Gesellschaft verändert“ erschienen. Selbstredend, dass ein solches Buch bei uns gelesen und auch diskutiert wird. Öffentlich wird es trotz seiner Brisanz kaum aufgegriffen. Rezensionen fanden wir nur im Kurier und im Falter.

Stellungnahme von gott.cooperative :

Wir ordnen dieses Buch in eine Reihe von schon längs überfälligen gelungen Sachbüchern der Zeitgeschichte ein. Es berührt gesellschaftliche Tabus und kratzt wahrscheinlich bei den allermeisten Menschen an das heile westliche Weltbild, das sie in ihrem zusammengezimmerten Glaspalast geschaffen haben. Die Rezension im Falter(1), dass das Buch einseitig und tendenziös sei, da es den politischen Islam nur von der Muslimbruderschaft her aufzeige und konträre Strömungen im Islam nicht berücksichtige, ist zwar richtig, aber für uns stark realitätsfremd. Dies behaupten wir deswegen, weil eine solche Einschätzung von einer totalen Verkennung der westlichen geistigen Basis herrührt und nicht verstanden werden will, dass selbst die entfernteste islamische Strömung mit dem Islam mehr gemeinsam hat, als mit irgendetwas Westlichem. Mit anderen Worten, der Islam - in welcher Erscheinungsform auch immer – ist gegenüber dem Westlichen immer ein geschlossener Block. Der „Westen“ hat in der derzeitigen morbiden, von seiner geschichtlichen Wurzel losgelösten Form, schon lange keine geistigen Waffen mehr, was in diesen geschlossenen islamischen Block (abgesehen vom moralischen Verfall) eindringen könnte. - Dazu muss man verstehen, dass das westliche, vom Amerikanismus geprägte System(2), sich nur mehr auf das enorme Waffenpotential der USA und deren Weltwährungssystem stützt.

Bezüglich „politischem Islam“ möchten wir grundsätzlich festhalten, dass jede Religion, Gruppe, Verein oder ganz aktuell jede Partei politisch ist und sich auf diese oder andere Art von allem anderen abzugrenzen versucht und sich als elitär darzustellen trachtet. Religiös gesehen, hat der Islam genauso seinen Götzenkult oder rituelle Regeln wie alle anderen Ideologien, Religionen oder Gruppierungen. Brisant wird es, wenn es nicht um einen toten, in irgendwelchen Büchern beerdigten Gott, sondern um einen lebendigen, einen auch nicht durch einen Kreuzestod zu ermordenden Gott geht. Dieser lebendige und real existierende Gott ist bei allen Entrechteten, bei allen Gedemütigten, bei allen Trauernden und bei allen die Not leiden, um der Gerechtigkeit willen. Dieser Gott lässt sich nicht mit schönen Worten, großen Ideologien oder blumigen Idealen – wie etwa den Menschenrechten – einbetonieren. Dieser Gott hält sich auch nicht an die angeblichen Errungenschaften der Aufklärung und hält sich auch nicht daran, was man mit den Lippen artikuliert d.h. zu welcher Religion man sich zählt oder bekennt. Statt – wie in diesem Buch - immer wieder auf die Menschrechte, Aufklärung etc. zu setzten und dies als die hervorragenden Leistungen des Westens hoch zu stilisieren, wäre als Gegenstrategie eine gründliche und ehrliche Selbstkritik des Westens dringend angeraten. Hier noch ein paar Worte zu „christlichen“ Religionen im Allgemeinen. Jesus hat in erster Linie allen Unterdrückten und Versklavten des römischen Reiches die Freiheit gebracht - eine Freiheit, die vielen mehr Wert war als ihr irdisches Leben, das manche teils im Circus Maximus den wilden Tieren überlassen haben; eine Freiheit, die westliche Religionen schon lange nicht mehr kennen, da sie alle alimentiert, versklavt und bestenfalls Handlanger der westlichen „demokratischen“ Politik sind.

(1) Zwischen den Zeilen dieser Rezension kann man wohl lesen, dass es wahrscheinlich einerlei sei, ob man nun Sklave einer westlich orientierten oder einer muslimischen Elite ist. Die widergespiegelte Stimmung ist in etwa, schlimmer kann es uns dort auch nicht gehen wie jetzt. So etwas halten wir für sehr destrukiv und ist von einer konstruktiven Zusammenarbeit aufbauenden Kräfte weit entfernt, da der Islam zwar starke gesellschaftliche Umbrüche mitbringt, aber die Menschheit im gesamten einem neuen Joch zu unterwerfen trachtet.

(2) Vereinfacht dargestellt basieren westliche Demokratien auf einer simplen links, rechts Gruppierung. Zwei sich streitende Brüder, von denen der eine der Hehler ist und ständig verteilt was in Wirklichkeit fremdes Eigentum ist und der andere, die Rolle des von allen gescholtenen bösen Buben mimt, der das zu verteilende beschaffen muss. Es ist ein sehr perfides Spiel, das weite Teile der Bevölkerung jeglicher Eigenverantwortung beraubt, versklavt, alimentiert und entmündigt. Eine solche Bevölkerung ist wie in einem sterilen keimfreien Raum und hat keinerlei Abwehrkräfte gegenüber einem eigenverantwortlichen und weniger „sozialisierten“ System bzw. Religion wie es etwa der Islam darstellt. (siehe dazu auch unser Beitrag „Rechte und linke Christen“, der dies aus religiöser Sicht durchleuchtet. Eine säkularisiertes westliches System d.h. ohne realen Gott, bleibt in der Ebene bzw. steigt ab und gräbt sich immer tiefer in die weltlichen Verstrickungen sprich, in den eigenen Dreck ein.)

Der Islam hat grundsätzlich Recht, dass nicht alle Menschen gleich sind und die Gleichheit aller Menschen in den hochgejubelten Menschrechten ein Unfug ist. Es ist auch richtig, dass die Würde eines Menschen von seinem Glauben an Gott abhängt. Nur wird im Islam übersehen, dass dieser Gott nicht immer Allah sein muss und dass kein Sterblicher darüber richten darf, kann und soll, wer wie an diesen Gott glaubt. Kein Papst, keine Kaiser, kein Imam, keine Esoteriker oder geistiger bzw. halb-geistiger Führer, Lehrer etc. kann darüber urteilen, wie die Beziehung eines anderen zu Gott ist. Gott selbst ist hier der einzige und alleinige Richter mit dem Menschensohn auf Erden zu seiner Rechten. Dieser Salvator Mundi kennt keine ideologischen oder religiösen Grenzen und er richtet auf seine Weise. Er braucht keine abgeschlagenen Köpfe, keine Atomwaffen und auch sonst keine physische oder psychische Gewalt. Er versorgt uns täglich mit allem Nötigen und wenn er sich von uns abwendet, so ist das unser leiblicher und seelischer Tod. Wir sollten uns sehr gut überlegen, welche Hand uns ernährt und uns täglich vergewissern, wie wir in der Gunst dessen stehen.

Eine Schlüsselstelle im Video ist wahrscheinlich die Aussage eines Mönches, der seine politische Meinung dahin gehend äußert, dass er zur IRA gegangen wäre, wenn er den sozialen Kampf als die von Gott gewollte Aufgabe erkannt hätte – d.h. den soziale Kampf sieht er richtiger Weise als nicht göttlich. Ein Heiliger oder Salvator Mundi verteilt nicht etwas was er geraubt oder erbeutet hat. Er kann verteilen was im der Vater und seine eigene Arbeit (ora et labora) gibt und ist nicht auf Almosen angewiesen. Der Vater lässt ihm täglich - auf seine Weise und wie den Vögeln und allen anderen Lebewesen – zukommen, was er benötigt. D.h. nicht, dass er sich um das Tägliche nicht bemühen muss und er in einem Schlaraffenland lebt, sondern, dass jeder auch auf redliche Weise und ohne Raub und Diebstahl auskommen kann.

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Es soll euch zuerst um Gottes Reich und Gottes Gerechtigkeit gehen,
dann wird euch das Übrige alles dazugegeben.

Mt 6,33

siehe auch:
Einstieg & Überblick
Ersatzreligion
UCC & OPPT
Zustand der Kirche