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moderner Ablasshandel

Details
Written by: Famulus
Category: cat_start
Published: 26 January 2026

In mehr als 500 Jahren hat sich auch die Praxis, wie man mit Sünden und Vergehen aller Art umgeht, stark verändert und sagen wir auch verfeinert. Die Grundmuster sind dabei immer gleich geblieben. War es anfangs noch ein Tier, dem man alle Sünden aufgeladen hat und dann getötet hat oder verenden ließ, so entwickelten sich daraus ganze Institutionen und in heutiger Zeit lukrative Geschäftszweige.

Der Tiefgang im verlinkten Video ist nicht sehr berauschend, es gibt uns aber schon mal eine erste Richtung. Der „Sündenfresser“, wie wir hier den Ablassgeber bezeichnen würden, macht sich dabei als Hehler des Stehlers meist selber schuldig und ist oft noch „sündiger“ und mehr verstrickt in Schulden, wie der ursprünglich nach einer Befreiung Suchende.1 Dies kann man alleine schon an den derzeitigen hohen Staatsverschuldungen erkennen. Wie ist das aber nun wirklich mit der Tilgung von Schulden und den vielen Erlösern, die uns von unseren Vergehen befreien wollen? Kann ein Jesus durch ein Sühneopfer uns wirklich mit Gott, dem himmlischen Vater, wieder versöhnen?

Das Thema ist verdeckter und allgegenwärtiger als man auf den ersten Blick annehmen würde. Von der katholischen Beichte, über Versicherungen, Rechtsanwälten bis hinein in politische Parteien und alle möglichen Weltanschauungen. Wir möchten bei diversen Spendensammlern und bei all den NGO's einsteigen. Nun, persönlich haben wir die meisten Zuwendungen – wegen besserer Erkenntnisse – stark gekürzt oder gänzlich gestrichen. Nehmen wir all die Umwelt-, Artenschutz- und Lebensraumerhaltenden-Organisationen. Das Schema ist simple. Man greift irgendeine „krumme Sache“ auf und verspricht diese zu verbessern bzw. noch besser, diese aus der Welt zu schaffen. Sei es nun Kindermissbrauch, Vergewaltigungen, körperliche Gewalt, Tierhaltung, Artensterben oder eben die Umwelt- und Lebensraumzerstörung. Man begnügt sich natürlich nicht damit, die Missstände aufzuzeigen, sondern versucht andere aktive in die „Aufarbeitung“ mit einzubeziehen. Hier wird es interessant. Spätestens wenn man in Erkenntnis gebracht hat, dass ein Bill Gates auf diesen Zug aufgesprungen ist, sollte man erkennen, dass das oft nur ein Geschäftsmodell ist. Nur selten ist die Geschichte damit zu Ende und von diesem Zeitpunkt an beginnt es wirklich gefährlich zu werden.

Die „Sündenfresser“ sitzen nun auf sehr viel „Schuldgeld“, müssen aber erkennen, dass sie mit den von ihnen aufgezeigten Problemen total überfordert sind. Selig, wer mit dem Schuldgeld nur einen Petersdom errichtet und die Welt dadurch nicht in ein noch größeres Übel führt. Meist mutieren diese Sündenfresser zu totalen Lebens- , Kultur- und Zivilisations-Verweigerern und die Übelsten von ihnen führen in ihrer Verzweiflung Kriege. Die Devise „zurück in die Steinzeit“ ist nirgendwo besser ersichtlich, als bei den Umwelt-NGO's und Klimaklebern. Wenn wir in der Steinzeit angelangt sind, bauen wir alles wieder neu auf bis wir abermals an dem Punkt sind, wo wir heute stehen d.h. solange wir nicht aussterben treten wir auf der Stelle und hoffen vielleicht einmal eine andere Welt – vielleicht den Mars oder gar etwas außerhalb von unserem Sonnensystem – zu besiedeln. Und was machen wir auf dem Mars? Wir bauen dort genau das auf, was wir hier auch schon gemacht haben. … So funktioniert das aber wohl alles nicht!!

Der wesentliche Punkt eines Erlösers ist, dass er selber vorausgeht und nicht, dass er andere voraus schickt. Wenn jemand andere in einen Krieg schickt, so ist er natürlich kein Erlöser, sondern das Gegenteil. Wenn jemand verspricht die Welt zu retten und damit große Geldsummen sammelt, dann aber die Welt nur zerstören möchte, so ist er ein Lügner und ein Verräter seiner eigenen Sache. Ins Himmelreich gelangt man nur mit dem was man selber schafft und erreicht und nicht durch das, was man sich borgt, von Anderen ausleiht oder gar von einem Anderen raubt. Alles was wir benötigen, bekommen wir von Gott selber und niemand ist gezwungen sich an seinem Nächsten zu vergreifen.2

<<<< * >>>>

Die Stärke einer Nation besteht am Ende in dem,
was sie alleine schaffen kann –
und nicht in dem, was sie sich von anderen leiht.

Indira Gandhi (19. Nov. 1917 – 31. Okt. 1984)

siehe auch:
Serie - 2000 Jahre Christentum: zwei Schwerter?, Englische Krankheit I, Englische Krankheit II, kostbare Perle
1Realitätsverlust
die Verschwender
Im Netz der Verführer
ich bin katholisch
Schuld und Sühne
2Krösus und sein Ende

Zum Jahreswechsel

Details
Written by: Famulus
Category: cat_start
Published: 26 December 2025

Zum Jahreswechsel gibt es immer Stimmen zur Genüge. Leider sehen wir uns hier erstmals veranlasst, das schreckliche Niveau dieser Reden durch einen eigenen Beitrag zu heben.

Laut einer UN-Studie sei die ehemalige DDR das gottloseste Land der Welt. Im nachstehenden wird das auf ganz Deutschland ausgedehnt:

Mit den Begriffen heilig, göttlich, gottlos, religiös etc. wird hier auf diesen Seiten – wie unsere Leser hoffentlich schon bemerkt haben - etwas anders umgegangen. Man hat unseren „Schutzpatron“ Jan Hus mit Insignien des Satans bedacht, als man ihn in Konstanz (nicht als Einzigen) auf einem Scheiterhaufen verbrannt hat. Gott hat da andere Vorstellungen was er als gottlos ansieht und was er zu seinem Reich gehörend betrachtet. Nichts desto weniger, wird hier der verwöhnte, arrogante Westen, wozu auch Deutschland in seiner Gesamtheit zählt, durchaus als abgehoben und gottfern eingestuft. Im Übrigen hat Gott Mittel und Wege zur Genüge, wie er seine „Kinder“ wieder auf Spur bringt. Sie werden schimpfen und maulen, lästern und klagen, seine Kinder werden es aber trotzdem sein.

Nach den eher allgemeinen beliebten „Brandmauern“ wollen wir hier zum Jahreswechsel ohne weitere Kommentare den unabhängigen EU-Abgeordneten Martin Sonneborn zu Wort kommen lassen:

siehe auch:
Brandmauer?
Größenwahn
Dauerkrise
politischer Jesus II
ich bin katholisch
deutsches Wesen
Quo vadis?

Dauerkrise

Details
Written by: Famulus
Category: cat_start
Published: 05 December 2025

Das Lesen der Systemmedien haben wir uns schon vor längerer Zeit, ob der darin enthaltenen alimentierten Lobhudeleien, abgewöhnt. Dennoch wollen wir hier einmal auf einen Beitrag „Dauerkrise“ (diePresse) eingehen. Es ist schon ein Tabubruch, wenn ein Systemblatt auf Kritisches eingeht, und sei es auch nur zu einer großen Verteidigungsrede der österreichischen Dreierkoalition (ÖVP, SPÖ & NEOS), die wir hier nicht unwidersprochen lassen wollen.

Das eine ist, dass man alle Probleme nur von früheren Regierungen geerbt hätte, das andere, dass anderenorts die Probleme noch größer wären, was man offenbar den eigenen Verdiensten zuschreiben möchte. Nun – wenn man - wo auch immer - sich für eine Aufgabe bewirbt, so darf man besonders bei Führungskräften davon ausgehen, dass man vom Status quo eine Ahnung hat und diesen beabsichtigt zu verbessern. Abgesehen davon, dass man ja schon früher im politischen Betrieb1 eingebunden war und vielleicht den jetzigen Zustand schon mit herbei geführt hat. Die Verantwortungskompetenz von Politikern hat wohl niemand geringerer als ein ehemaliger Bundeskanzler Gusenbauer demonstriert. Man sitzt in einem Aufsichtsgremium von René Benko und glaubt noch Millionen an entgangenen Provisionen einklagen zu können, obwohl der ganze Laden an die Wand gefahren wurde. Da ist keine Rede davon, von einer Haftung oder Wiedergutmachung von dem entstandenen Schaden, den man kraft des ausgeübten Amtes/Postens mitverursacht hat.

1Der politische Betrieb ist wohl für die Charakterbildung nicht sehr förderlich.

Das nächste ist, dass man sich nur als ein teuer bezahlter Beamter sieht, der nur Befehlsempfänger (am besten von der EU) ist und selber keine Verantwortung für sein Tun und Handeln zu übernehmen hat. Man ist nicht einmal mehr Gott eine Rechenschaft schuldig, da man diesen in so weite Ferne gerückt hat, dass er nicht mehr existiert. Der politische Durchgriff der Politik in Corona-Zeiten hätte ein Weckruf an alle sein müssen. Viele haben es begriffen und verstanden, wie Geld unsere Welt korrupt gemacht hat:

Was treibt eine Nato-Beate dazu, die Neutralität an den Nagel zu hängen und beim Ukrainekrieg mitzumachen? Reine Menschlichkeit natürlich. Derart wurde man schon lange nicht mehr angelogen! Solange für all die Schäden und menschlichen Tragödien andere einspringen müssen, ist das alles wunderbar und da wird bis in den Himmel gelogen und gelobt. Nein – die anderen sind noch dümmer als wir. Bei Gott zählen solche Entschuldigungen mit Sicherheit nicht. Die Europäer haben es wieder einmal nicht begriffen, dass mit Kriegen immer wieder einige wenige kurzfristig Geschäfte machen. Die Amerikaner haben es schon verstanden, dass man nur mit Frieden gute Kasse machen kann und lassen die Europäer gleich 2x zahlen. Einerseits, dass man den Europäern die nötigen Waffen verkauft und anderseits, dass man bei dem auszuhandelnden Frieden sich dauerhafte Vorteile verschaffen könnte, was aber zunehmend immer unwahrscheinlicher wird.

Jeder ist ein Sklave von dem Herrn, dem er nachläuft. Geld ist da sicher ein schlechter Herr, da es neuerdings nicht einmal durch Gold gedeckt ist und mit der digitalen Währung nicht einmal mehr das Papier wert sein wird, auf dem es einmal gedruckt war. Wenn Gott von dieser Welt wäre, hätten IHN die Menschen schon lange wegen eines billigen Linsengerichtes verpfändet (1. Moses 25,29-34).

siehe auch:
Money
Realitätsverlust
Supermarktgeneration
ich bin katholisch
deutsches Wesen
Quo vadis?

kostbare Perle

Details
Written by: Famulus
Category: cat_start
Published: 27 June 2025

Das Rätsel – wie in Englische Krankheit II angedeutet - vom Gleichnis des Kaufmanns, der einen Acker mit einer kostbaren Perle kauft (Matthäus 13, 44-46) ist am leichtesten aus der Sicht Gottes zu lösen. Die Antwort, dass diese kostbare Perle das Himmelreich ist, gibt Jesus bereits selber. Na klar, was gibt es Glückseligeres als bei seinem Schöpfer oder wie Jesus spricht beim himmlischen Vater zu sein. Die Zusammenhänge sind aber dennoch nicht so ganz einleuchtend. Ist nicht alles sein Werk und wieso gibt es da Unterschiede bzw. was soll da noch ein zusätzliches Himmelreich, wo man vielleicht noch auf einem extra Stuhl nahe bei Gott sitzen darf?

Es gibt hier einige Gleichnisse, die die Zusammenhänge weiter veranschaulichen. Genaueres sei hier aber an Hand des Gleichnisses vom Weinberg Mt 20,1-16 erklärt. Gott hat unendlich viel geschaffen und ist der Besitzer nicht nur dieser unserer bekannten Welt bzw. Universum, sondern von weit mehr als wir uns im entferntesten vorstellen können. Was benötigt ein solcher Grundbesitzer, Fabrikbesitzer, Eigentümer etc. mehr als alles was er jemals selber geschaffen hat? Ja – er benötigt Arbeiter, Verwalter, Handwerker etc. die seine Güter und Besitzungen in seinem Sinne betreiben, verwalten, umsorgen, hegen und pflegen. Was er nicht braucht sind faule Knechte, dumme ehrlose Hals- und Ehrabschneider, Leute, die nicht einmal mit einem einzigen noch so kleinen Talent (Mt 25,14-30) umzugehen wissen und andere Taugenichtse. D. h. wir sind aufgerufen in sein Werk einzutreten und bei den vielfältigen Arbeiten an seiner Schöpfung mitzuwirken. Natürlich kann man hier fragen, warum Gott als allmächtiger, ewiger, allwissender, etc. Gott nicht auch selber zu seiner eigenen Schöpfung dazu schauen kann und er uns da braucht und teilhaben lassen will? Diese Frage ist müßig und man kann darüber stundenlang nutzlos philosophieren. Faktum – wovon wir ein persönliches Zeugnis ablegen – ist, dass Jesus Christus zum Verwalter über alles Menschliche und wahrscheinlich zu weit mehr von Gott eingesetzt ist und dazu mit aller Macht und Herrlichkeit ausgestattet ist. Vor Jesus wäre dieser Posten sicher noch feil gewesen, dieser Posten dürfte nun aber wohl vergeben sein und wir hier machen ihm diesen Posten sicher nicht streitig!

Es stellt sich natürlich die Frage: „Was mache ich die ganze verbleibende Ewigkeit im Jenseits beim himmlische Vater bzw. unter der Dienerschaft von Jesus Christus?“ Singt man da ein Halleluja nach dem anderen und macht viele Kniebeugen? So einfach dürfte es denn wohl nicht ablaufen. Es wird wohl so sein, dass sich jeder hier auf dieser Erde in einer besonderen Weise qualifiziert und man je nach den erworbenen Fähigkeiten und Talenten im Jenseits eingesetzt werden wird. Selig wer Schätze erworben hat, die kein Dieb stehlen, kein Rost verzehren und keine Motte vernichten kann. Jeder der nur irgendwie brauchbare Qualifikationen in das jenseitige Reich mitbringt, wird eine angemessene Arbeit finden und auch einen entsprechenden Lohn. Für Halli Galli wird da nur wenig Spielraum sein. Alleine schon um eine möglichst große Selbständigkeit und Freiheit zu erlangen1, sollte man sich um einen solchen Acker mit kostbaren Perlen bemühen. Die kostbare Perle ist letztlich ein ganzes Bündel von Talenten und Fähigkeiten, um die sich jeder zu seinem eigenen Wohl bemühen sollte.

siehe auch:
Sinn und Zweck
... von unserem irdischen Leben
1Sklave oder Diener?

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