Die „Leitkultur“ der westlichen Supermarktgeneration bewegt sich zwischen Auto und Supermarkt. Sucht man da nach einer tieferen Ordnung, Sinn, Bestimmung, Zweck, Beweggründen oder Ähnlichem, findet man gähnende Leere und trockene Wüsten. Es ist eine Illusion zu glauben, es sei in spirituellen, religiösen, geistigen, etc. Kreisen besser:

Das Vihiculum ist hier wohl meist eine alte Liturgie, deren Sinn und Zweck schon lange niemand mehr versteht, und eingekauft wird meist im Supermarkt der Bibel, mit der man – wie etwa bei den Zeugen Jehovas – alles zu verspeisen glaubt, was göttlich sein könnte. Um zu Grunde liegende Liefer- und Produktionsketten und das tiefere Zusammenspiel von allem kümmert sich niemand bzw. ist unnötiger Ballast. Leidenschaftlich wird um die Farbe oder Fabrikat des Autos gestritten, um dann nur eine industrialisierte, abgepackte Milch oder sonst eine vorgefertigte wenig gesunde Kost zu erwerben. Von gesunder, frischer und nährstoffreicher Kost oder einem Wasser von dem man nie mehr durstig wird, träumt man oft nicht einmal mehr. Was wundert es, wenn da Mensch (oft sogar noch ohne jede Seele), Gott und Christus und so manches andere in einen Topf geworfen werden und letztlich als Gott und Mensch zu gleich1, wie Stroh gedroschen wird ohne ein einziges Weizenkorn zu finden und an die Massen verspeist wird. Gibt es da nicht auch noch einen eingesperrten, geknebelten und domestizierten Gott2, der selbst noch im Himmel machen muss, was der Mensch auf Erden gebunden und geknebelt hat? Oft wollen selbst die dümmsten Esel dieses billige, trockene Stroh nicht mehr fressen. Wir wollen die langen netten leeren Reden und die Bauchnabelschau des obigen Videos verlassen und bewundern die unsägliche Geduld und den Langmut Gottes.

Ja – wo und wie findet man Gott selber, den wirklichen, lebendigen und ewigen Gott, denjenigen der jede Seele erschaffen hat und dessen Eigentum die gesamte Schöpfung ist? Denjenigen, den wir unser gesamtes Leben lang suchen und der sich uns immer wieder entzieht, weil seine Nähe uns töten würde? Warum hat er uns erschaffen und weswegen existieren wir? Wenn wir IHN, den Allmächtigen, schon nicht direkt sprechen und schauen können, wie leitet er uns und wie erfahren wir sein Wollen? Reichen 2000 Jahre Christentum nicht, um diese existentiellsten Fragen jedes Menschen zu beantworten? 2000 Jahre Kirchengeschichte reichen – wie es scheint – leider nicht. Am Ende unseres 2000 Jahre Christentum Zyklus haben wir den Beitrag „kostbare Perle“ veröffentlicht, wo der Sinn und Zweck sowohl des einzelnen Menschen als auch der gesamten Schöpfung beschrieben wurde. Da die Erde Schulungsstätte für all seine Mitwirkenden an seiner Schöpfung ist, lässt Gott uns weitgehend frei schalten und walten. Er mischt sich in unser Tun und Handeln nur sehr selten ein und tut dies nur in Notlagen. Göttliches treffen wir daher immer nur dann, wenn wir selber nicht mehr weiter kommen und nur mehr Gott uns helfen kann (das Theodizee-Problem). Gott ist weder ein Sklavenhalter noch ein Bevormunder. Er ist immer auf der Suche nach guten Arbeitern und braucht keine Faulenzer oder Leute, die immer nur feiern wollen. Gott kennt jeden unserer Schritte und befördert seine Mitarbeiter, wenn diese reif für größere Arbeiten sind. Meist liegt es aber an uns, dass wir noch nicht bereit für eine neue größere Aufgabe sind und am Bisherigen festhalten.

siehe auch:
1politischer Jesus Ipolitischer Jesus II
2Buch: Einweihung
Grenzerfahrungen
Newsletter Juli 2026
Newsletter August 2026
ich bin katholisch