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cat_proph

Wie findet man Gott?

Details
Written by: Famulus
Category: cat_proph
Published: 01 September 2026

Die „Leitkultur“ der westlichen Supermarktgeneration bewegt sich zwischen Auto und Supermarkt. Sucht man da nach einer tieferen Ordnung, Sinn, Bestimmung, Zweck, Beweggründen oder Ähnlichem, findet man gähnende Leere und trockene Wüsten. Es ist eine Illusion zu glauben, es sei in spirituellen, religiösen, geistigen, etc. Kreisen besser:

Das Vihiculum ist hier wohl meist eine alte Liturgie, deren Sinn und Zweck schon lange niemand mehr versteht, und eingekauft wird meist im Supermarkt der Bibel, mit der man – wie etwa bei den Zeugen Jehovas – alles zu verspeisen glaubt, was göttlich sein könnte. Um zu Grunde liegende Liefer- und Produktionsketten und das tiefere Zusammenspiel von allem kümmert sich niemand bzw. ist unnötiger Ballast. Leidenschaftlich wird um die Farbe oder Fabrikat des Autos gestritten, um dann nur eine industrialisierte, abgepackte Milch oder sonst eine vorgefertigte wenig gesunde Kost zu erwerben. Von gesunder, frischer und nährstoffreicher Kost oder einem Wasser von dem man nie mehr durstig wird, träumt man oft nicht einmal mehr. Was wundert es, wenn da Mensch (oft sogar noch ohne jede Seele), Gott und Christus und so manches andere in einen Topf geworfen werden und letztlich als Gott und Mensch zu gleich1, wie Stroh gedroschen wird ohne ein einziges Weizenkorn zu finden und an die Massen verspeist wird. Gibt es da nicht auch noch einen eingesperrten, geknebelten und domestizierten Gott2, der selbst noch im Himmel machen muss, was der Mensch auf Erden gebunden und geknebelt hat? Oft wollen selbst die dümmsten Esel dieses billige, trockene Stroh nicht mehr fressen. Wir wollen die langen netten leeren Reden und die Bauchnabelschau des obigen Videos verlassen und bewundern die unsägliche Geduld und den Langmut Gottes.

Ja – wo und wie findet man Gott selber, den wirklichen, lebendigen und ewigen Gott, denjenigen der jede Seele erschaffen hat und dessen Eigentum die gesamte Schöpfung ist? Denjenigen, den wir unser gesamtes Leben lang suchen und der sich uns immer wieder entzieht, weil seine Nähe uns töten würde? Warum hat er uns erschaffen und weswegen existieren wir? Wenn wir IHN, den Allmächtigen, schon nicht direkt sprechen und schauen können, wie leitet er uns und wie erfahren wir sein Wollen? Reichen 2000 Jahre Christentum nicht, um diese existentiellsten Fragen jedes Menschen zu beantworten? 2000 Jahre Kirchengeschichte reichen – wie es scheint – leider nicht. Am Ende unseres 2000 Jahre Christentum Zyklus haben wir den Beitrag „kostbare Perle“ veröffentlicht, wo der Sinn und Zweck sowohl des einzelnen Menschen als auch der gesamten Schöpfung beschrieben wurde. Da die Erde Schulungsstätte für all seine Mitwirkenden an seiner Schöpfung ist, lässt Gott uns weitgehend frei schalten und walten. Er mischt sich in unser Tun und Handeln nur sehr selten ein und tut dies nur in Notlagen. Göttliches treffen wir daher immer nur dann, wenn wir selber nicht mehr weiter kommen und nur mehr Gott uns helfen kann (das Theodizee-Problem). Gott ist weder ein Sklavenhalter noch ein Bevormunder. Er ist immer auf der Suche nach guten Arbeitern und braucht keine Faulenzer oder Leute, die immer nur feiern wollen. Gott kennt jeden unserer Schritte und befördert seine Mitarbeiter, wenn diese reif für größere Arbeiten sind. Meist liegt es aber an uns, dass wir noch nicht bereit für eine neue größere Aufgabe sind und am Bisherigen festhalten.

siehe auch:
1politischer Jesus I, politischer Jesus II
2Buch: Einweihung
Grenzen der Religionen
Grenzerfahrungen
Newsletter Juli 2026
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deutsches Wesen

ich bin katholisch

Grenzerfahrungen

Details
Written by: Famulus
Category: cat_proph
Published: 19 August 2026

Nichts eignet sich besser zum Einstieg in dieses Thema als eine Ikarus-Geschichte, wie wir eine im Schneider von Ulm - Albrecht Ludwig Berbling (24. Juni 1770 – 28. Januar 1829) - gefunden haben. Der gute Schneider, bastelte sich ein Fluggerät und wäre bei der Vorführung damit beinahe ums Leben gekommen. Seine „Zuschauer“ applaudierten und bejubelten ihn, da sie seinen Überlebenskampf beim Absturz als Teil der Attraktion betrachteten und die bittere Not des Schneiders nicht erkannten. Das ist bei Leibe nicht eine Einzelerfahrung und unzählige „Grenzgänger“ müssen nicht nur mit ihrer eigenen Not, sondern all zu oft auch mit der Dummheit ihres „Publikums“ kämpfen. Nicht überall geht es dabei so biblisch wie bei Jesus (Lukas 23,34) „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun.“ zu. Nicht nur dem Wiener kommt da schon einmal ein „geh härst, du bist a Trottel“ über die Lippen.

Alltägliche Geschichten kennen wir aus Familien, wo ein Ehepartner nach einem schweren Spitalsaufenthalt mit schweren Vorwürfen seines Partners konfrontiert wird, was ihm den einfalle, ihn mit den Kindern alleine zu lassen. Der Genesung Suchende kämpft nun nicht nur mit seiner eigenen Gesundheit, sondern auch noch mit den weggeworfenen Nerven des Partners und im schlimmsten Fall auch noch gegen eine Scheidung. Das sind für jede Ehe handfeste Krisen und Grenzerfahrungen der Extraklasse. (Krisen werden auch heute oft noch als Gericht oder Strafe des Allmächtigen über den Heimgesuchten verstanden - was mitunter auch schon mal vorkommen kann; was aber noch lange nicht bedeutet, dass es ein Gebot der christlichen Nächstenliebe sei, solchen Menschen nicht zu helfen).

Diese beiden Beispiel sollen hier als Einleitung dienen und ein Grundverständnis schaffen, bevor man in spiritueller Grenzerfahrungen eintauchen kann. Zum allgemeinen weiteren Verständnis sei hier auch ein Video über Esoterik und die 68er Bewegung angeführt:

Nicht alle Teile des Videos wollen wir unwidersprochen lassen. Vor allem ist es ja so, dass man oft in etwas hinein kommt, das man so nicht erwartet und gesucht hat, d.h. man kommt gelegentlich zu etwas wie eine Jungfrau zu einem Kind. Der Verfasser dieser Zeilen (VdZ) hat nie eine spirituelle Grenzerfahrung gesucht und ist dennoch (nicht sehr hilfreich) mit so etwas 2x im religiösen Bereich beim Exorzismus und medizinisch 2x in psychiatrischer Behandlung gelandet.1 Man findet sich hier in prominenter Gesellschaft z.B. eines Johannes von Kreuz (24. Juni 1542 – 14. Dez. 1591) wieder, den seine Mitbrüder als Verrückten monatelang in eine Klosterzelle eingesperrt hatten. Man könnte erfolglos stundenlang über dieses Thema reden. Was bleibt, ist, dass vor allem die Religionen, die hier als erstes gefordert wären, total versagen und die Medizin mit all ihrer Wissenschaft ebenfalls am Ende ist. Eine Religion, die unfähig ist, göttliche Phänomene zu erklären und zu verstehen und alles nur mit Hölle und Satan verteufelt, verliert jede Berechtigung. Wie tiefgreifend solche Dinge sind, erkennt man schon daran, dass z.B. ein Martin Luther hoch gefeiert wird, während man bei einem Johann Hus, der erst die Reformation durch sein Wirken und seine Verbrennung auf dem Scheiterhaufen und auch einen Martin Luther ermöglicht hat, immer noch mit vielerlei Ausflüchten ringt. Johann Hus ist bis heute eine große offene Wunde und (nicht nur in kirchlichen Kreisen) nicht aufgearbeitet.

1In den Anfängen der Transpersonalen Psychologie hat man versucht, mit starken Drogen die geistige, göttliche Welt zu erforschen. Oh, welch ein Wunder – selten sind solche Einbrecher und Räuber mit einem roten Teppich empfangen worden. Welcher respektlose Dummkopf glaubt, man könne Gott in irgendeiner Weise provozieren oder gar zu einer Offenbarung zwingen. Den lebenslang Traumatisierten konnte hinterher keiner mehr helfen.

siehe auch:
Test: alte Seele % 
Naivität im Umgang mit geistigen, göttlichen Dingen
Weisheit und Wunder
Grenzen der Religionen
Brandmauer? % Gleichnis mit den geladenen Hochzeitsgästen
Buch: Geheimnis % 
Einstellung zu Krisen und Grenzerfahrungen von Anselm GRÜN und Willigis JÄGER
Buch: Einweihung % Esoterik

Grenzen der Religionen

Details
Written by: Famulus
Category: cat_proph
Published: 11 July 2026

Alle abrahamitischen Religionen1 leiden an einem ganz bestimmten „Gottestrauma“. Sei es nun ein Mahdi, ein Armageddon, einer Wiederkunft der Herrn oder sonst einem finalen und großen Gericht - einem apokalyptischen Schowdown zwischen Gut und Böse:

Für uns sind das krankhafte Auswüchse eines unausgereiften Glaubens und zeugen von einem großen Mangel an göttlichen, mystischem Wissen und Erfahrung. Nein - wir sind nicht gegen jede Art von Religion. Wir verdanken Religionen sehr viel von unseren religiösen Erfahrungen. Dennoch - wir haben in ihnen keinen Platz mehr, so wie man im Laufe seines Lebens dem Kindergarten entwachsen ist und sich nicht mehr wie eine Kind damit verbinden kann.

Nur zu gerne stellt sich der Mensch Gott als Bauer eines Ponyhofs vor, wo alles in Gold und Silber leuchtet. Dass das alles aber eine Welt ist, in der Kräfte wirken, die weit über unseren Vorstellungskräften liegen und jeder der diesen Kräften nicht gewachsen ist die Hölle erlebt, scheint den Wenigsten bewusst zu sein. D.h. Armageddon ist nicht irgendwann und irgendwo, sondern alltägliche Realität für jeden, der sich zu weit aus dem Fenster lehnt und die Realität nicht richtig einzuschätzen vermag. Allen jeden, die meinen ihre eigenen berechtigten Ängste anderen durch ein Armageddon unterjubeln zu müssen, könnten wir hier einiges und so manches in ihre Tagebücher schreiben!

Schon im Mittelalter vertraute man nicht auf Gott, sondern durch die Hexenprozesse mehr irdischen und vergänglichen Mächten. Wie der Fall von Prof. Dr. Hubertus Mynarek (1929-2024) demonstriert, sucht man Wahrheit und Gerechtigkeit auch heute noch lieber bei weltliche Gerichten. Richten sich all jene, die Wahrheit und Gerechtigkeit predigen, dadurch nicht selber? Wen wundert es, dass diese die ersten sind und am lautesten ihr eigenes Gericht mit dem Untergang der Welt herbeireden? Keine Frage, auch wir werden einst vor unser Gericht gestellt werden, so wie wir solche Gerichte schon öfter erleben mussten. Den alten Adam auszuziehen und einen neuen Adam anzuziehen ist mitunter sehr schmerzhaft – wie jede Geburt. Gott ist aber immer ein lohnendes Ziel und wer nicht dazu bereit ist, sollte es auch nicht mit blumigen samtigen Predigen (Lügen) versuchen wollen oder gar sich gegen von Gott selbst Gesalbte erheben.2

2Hubertus Mynarek hatte sicher nicht mit allem was er sagte recht. Er wäre aber ein sehr guter Einstieg in einen tieferen und ehrlicheren Glauben für viele gewesen. Diejenigen, die lautstark Wahrheit und Gerechtigkeit predigen fürchten diese mehr als der Teufel das Weihwasser. Die Heuchlerei ist unerträglich und es sind genau diese Kreise, die uns den heutigen geistigen Ruin beschert haben.3

siehe auch:
1Die Sünden Abrahams
kostbare Perle
Brandmauer?
zwei Schwerter? % und die ganze Serie zu 2000 Jahre Christentum
politischer Jesus II
3ich bin katholisch

politischer Jesus II

Details
Written by: Famulus
Category: cat_proph
Published: 11 July 2026

Können Sie sich noch daran erinnern, wie das war, als sie noch an das Christkind glaubten? Es war eine schöne kindliche Freude, und man konnte den Tag kaum erwarten bis es dann wirklich gekommen ist. Diese Freude verschwand, als man allmählich hinter die Fassade zu blicken vermochte. Die Enttäuschung war riesengroß und es war einer der Schritte zum Erwachsen werden. Nein – man kann nicht ewig ein Kind bleiben. Auch das mit dem Jesus ist eine solche Geschichte und wer nicht den Mut hat, die volle Wahrheit darüber zu erfahren, sollte hier nicht weiter lesen!

Gott ist nicht so „brutal“ wie die Menschen und seine Einführung in die Wahrheit erfolgt viel liebevoller d.h. der Christkindl-Schock vollzieht sich hier auf eine andere Weise. Wir sind nicht Gott und so möge der Leser es uns nachsehen, wenn wir es hier „holprig“ treffen sollten. Nun - wir haben schon einige „Auferstehungen“ erlebt und sind in einem stabilen Glauben verankert. Vertraut mit Träumen und verschiedenen Arten von Grenzerfahrungen möchten wir hier eine Episode erzählen, die es wie keine andere auf den Punkt bringt. An einem „bestimmten“ Morgen, schauten wir in den Spiegel. Tief getroffen sahen wir für einige Augenblicke lang nicht uns, sondern ein Bild von Jesus. Es war lange genug, um uns eine klare Botschaft zu übermitteln und um jede flüchtige Täuschung auszuschließen. Ja – Jesus ist nicht irgendwer auf der Welt, sondern jeder von uns trägt das Ebenbild Gottes seines Schöpfers durch Jesus in sich. Jeder von uns ist ein Geschöpf Gottes (Gottessohn), wenn auch in einer sehr unvollkommenen Form. Das Jesus-Bild, das sich ganze Generationen und Kulturen zusammengezimmert haben, ist das, was Gott bei der Erschaffung des Menschen im Paradies dem Adam eingehaucht hat und durch den Sündenfall verschüttet worden ist1. Damit der Geist vom Adam zu seinem Schöpfer zurück kommen kann, muss sich der Geist wieder vom Adam d.h. von der Welt trennen.

1Das mit dem Adam, Paradies, Sündenfall, Engelsturz etc. ist abermals eine Christkindl-Geschichte. Um auch dies zu verstehen muss man noch viel tiefer eintauchen und es soll daher der Adam und alles andere derweilen als Eselsbrücken stehen bleiben. Da könnte man gleich auch noch den Glauben an das Fegefeuer, an Himmel und Hölle, an Dämonen, Teufeln, Feen, gute und böse Geister und noch so einiges mehr – wie überhaupt an das Böse in dieser Welt – anhängen. Es wären bessere Vorstellungen als die gängigen, aber die ganze Wahrheit könnten auch die verbesserten Beschreibungen nicht erfassen. Abgesehen davon, dass diese noch viel weniger vor falschen Auslegungen geschützt wären und manche es so wie bei Jesus interpretieren würden, dass solches alles nur ein Märchen sei.

Die Messias- und Erlöser-Geschichte ist zwar sehr nett und schön, aber letztlich auch nur eine Eselsbrücke. Baruch de Spinoza war nicht ganz daneben. Es gibt nicht nur einen einzigen Jesus, sondern in jedem Menschen ist tief verborgen ein göttlicher Jesus - wie auch auf dem Grund der gesamten Schöpfung, Gott selber ist. Was Kulturen und Religionen von diesem göttlichen Jesus schon ans Tageslicht gefördert haben, steht allerdings auf einem ganz anderen Blatt. Jesus aus der Bibel ist bis dato wohl das Beste, wenn auch nicht das Einzige, was man diesbezüglich findet. Es ist müßig danach zu fragen, ob der Jesus aus der Bibel nun wirklich gelebt hat oder ob es eine zusammengetragene Geschichte von Erfahrungen von vielen Menschen ist. Der Jesus in der Bibel ist das höchste Kulturgut der Menschheit und beruht, wenn vielleicht auch nicht alles, so doch das Meiste, auf realen Erlebnissen.


Im Newsletter Februar 2026 gibt es zu diesem Video noch einen längeren Nachtrag ...

Leider wird der Fehler gemacht, dass man diesen Jesus irgendwo konserviert und nicht begreift, dass das göttliche Jesus-Bild täglich weiterlebt und die Bibel daher ein offenes Buch d.h. kein abgeschlossenes Werk ist. Cursillo hat dies als Grundkonzept aufgegriffen, indem man noch nach einem 3-tägigen Kurs, einen vierten Tag anhängt, der die christliche Verwirklichung im alltäglichen Leben ist. Das Grab von Jesus ist offen und trotzdem begann mit der Apostelgeschichte der Bibel die Verpolitisierung und Institutionalisierung des Christentums.

siehe auch:
politischer Jesus I
Osterhase und Jesus oder Kant und Marx
Osterhase und Jesus II
Jerusalem

innere/äußere Welt
persönliche Rezension % GJE von Jakob Lorber auf www.gott.co.at

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