Der tragische Tod des Priesters Patricio Sánchez Molinari am 17.10.2026 in Equador gibt sehr viel Spielraum für Interpretationen:
Die einen verstehen daraus sicher einen Heiligen zu machen, in der Art, dass es eine besondere Ehre sei auf diese Weise von Gott von dieser Welt abberufen zu werden, die anderen - etwa auch in muslimischen Kreisen - können mit Spott und Häme nicht zurück halten. Der Kreuzestod von Jesus und wie in christlichen Kreisen damit umgegangen wird bzw. wie dieser interpretiert und ausgedeutet wird, brennt uns schon länger unter den Fingernägeln. Mit dem Beitrag Grenzerfahrungen haben wir hier auch schon den Boden für eine grundlegende Aufbereitung gelegt.
Man gibt sich als Oberschullehrer und versteht dabei trotz jahrelangem Theologiestudium nicht einmal das zentrale Element des christlichen Glaubens. Da wir lang und breit von ein Gott geschwafelt, der Mensch geworden ist und mit seinem Kreuzestod uns mit dem Vater versöhnt hat; merkt dabei aber nicht, dass das alles hinten und vorne nicht zusammen geht. Keiner versteht die Dinge besser zu verdrehen und schön zu reden, wie die Oberpharisäer, die es seit dem Judentum zahlreicher und besserwisserischer gibt als je zu vor. Man regt sich über einen „Rauch des Satans“, der irgendwo eingedrungen ist, auf, trägt aber als selbsternannter Diener des Wortes tausendfach selbst daran Schuld. Jesus war ein Gerechter, wie es die Welt nie erlebt hat und Gott hat diesen in vielfacher Weise geehrt und alle, die sich an ihm vergriffen haben, hat Gott auf seine Weise bestraft. Der Kreuzestod Jesus wurde zum größten Gericht und das nicht nur für jeden Juden. Wenn es zu einem 3ten Weltkrieg kommen sollte, was dem „existierenden“ Christentum angelastet werden wird, wird es dieses Christentum nicht mehr geben. Gott wird sich nicht mit einem Kreuzestod „versöhnen“ lassen, sondern er wird Gericht halten und sein Gericht wird gerecht sein.