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Kategorie: Startseitenbeiträge
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Erstellt: Sonntag, 28. Juli 2013 06:15
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Zuletzt aktualisiert: Freitag, 20. März 2020 07:38
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Geschrieben von Famulus
Die Brücke von Gerog Orwell's Buch „1984“ mit dem „big brother is watching you“ zum NSA, dem größten militärischen Nachrichtendienst der Welt, schafft fast jeder. (Die weltweite Empörung diesbezüglich kommt nicht daher, dass dies neu wäre oder dass das bis dato noch niemand gewusst hätte, sondern weil man diese Schnüffeleien als Schnüffeleien zu brandmarken versucht, um den Verursachern wenigstens einen Hauch von Unrechtmäßigkeit zu geben). Dass das „alles überwachen und kontrollieren wollen“ für unsere Zeit aber so typisch ist und letztlich mit der Überbetonung und Überbewertung des Gehirns in Zusammenhang steht, sieht man meist nicht mehr. Man fühlt sich wie kleine Götter, die alles können, alles wissen und alles beherrschen und schaut verächtlich auf das ach so dunkle Mittelalter mit den grausamen Hexenprozessen. Dabei war zu keiner Zeit die Heuchelei, Verlogenheit, Unehrlichkeit, der Selbstbetrug und die Tabuisierung größer als heute. Wir beseitigen nicht nur unseren Nachwuchs im großem Stil, sondern zerstören darüber hinaus noch jegliche zukünftige Grundlage, auf die dieser bauen könnte, - sei es die Überfischung der Weltmeere, Abholzung der Regenwälder, Raubbau an den Rohstoffressourcen, zunehmende Zerstörung des Mutterbodens oder das von uns verursachten Aussterben von vielen Pflanzen- und Tierarten/-gattungen. Die Liste ist bei weitem nicht vollständig und es kommt bei fast niemanden auch nur ein Hauch von Zweifel oder Unwohlsein auf. Im Gegenteil, unsere heutige moderne Wissenschaft und Technik, die kann alles, die beherrscht alles, sieht alles, die weiß alles und, und, und ... und Gott hat sich auch erübrigt. Jeder von uns wird noch einmal auf Knien rutschen und den Allmächtigen um Verzeihung bitten, für das, was wir ihm und seiner Schöpfung bereits angetan haben und immer noch antun. Die Finanz- und Geldwirtschaft ist da wohl noch das geringste Übel, da es nur menschliches Machwerk ist und ausser einem selbstgemachten Hirngespinst nichts Realem entspricht. Verheerend sind dagegen irreversible Eingriffe und unumkehrbare Langzeitfolgen, aufgezeigt etwa bei „plastic planet“ oder „we feed the world“.
Unsere monokultivierte, hoch industrialisierte und entfremdete Landwirtschaft ist weder nachhaltig noch ist sie angelegt, den Hunger der gesamten Menschheit zu stillen. Durch ihre Subventionierung zerstört sie die Existenz von Kleinbauern und Fischern, die dann nicht selten Opfer von Schleppern oder Organräubern sind oder wenn sie bleiben, mit unserem Elektroschrott zugeschüttet werden. Es gibt keine Ecke unserer hoch gelobten modernen Wissenschaft und Technik, die nicht ihr tabuisiertes und tot geschwiegenes tiefes Mittelalter hätte. In der kostenintensiven Apparate- und Chemie-Medizin, die durch Organdiebstahl wohl derzeit das tiefste Mittelalter durchlebt und leichenschänderische und kanibalistische Kulturen weit hinter sich lässt, suchen etwa viele den Ausweg durch eine Hinwendung zur traditionellen Chinesischen Medizin. Man würde nicht glauben, dass vor der unseren so modernen Zeit schon einmal sensiblere höhere Kulturen existiert haben, wo selbst die Störung der Totenruhe schon ein Delikt war. Obwohl all diese Dinge schon seit Jahren allgemein bekannt sind und vieles wahrscheinlich noch im verborgenen schlummert, sehen etwaige Lösungsansätze nicht nur vollkommen unzureichend aus, sondern sind – wie die gesamte politische Grünbewegung zeigt – eine große Täuschung und ein skandalöser Betrug am gutgläubigen, ehrlichen und anständigen Teil der Menschheit. Nicht, dass das Fass damit noch nicht schon mehr als voll wäre, gibt es zum Darüber streuen noch eine seelen- und gottlose Theologie, die einen „Salvator Mundi“ (wer oder was immer das auch sein mag) für all das verantwortlich machen will. Beinahe hätten wir es noch vergessen; alles sind reine Zufälle und alleine durch die Chaostheorie erklärbar und mit dem Menschen hat das aber wirklich absolut nichts zu tun. Braucht man hier noch irgendwelche alttestamentliche Propheten, die diesem selbstherrlichen, arroganten und verwöhnten Geschlecht ein herbes Erwachen voraussagt ?
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Der Horcher an der Wand,
hört seine eigene Schand.
deutscher Volksmund
p.s.: Man braucht kein hoch dotiertes Budget, kein Strafgefangenenlager und keine Anwendung von Folter, um wichtige und richtige Informationen zu erhalten. Wir versuchen diese hier aus Liebe zu unserem Gott und zu seiner ganzen Schöpfung (wovon jeder von uns ein Teil ist) hoch verdichtet, vorverdaut, klein proportioniert, kostenfrei und für jeden verständlich wieder zu geben. Die grobe Sichtweise und Einschätzung des Russisch-Orthodoxen Metropolit Hilarion bezüglich der westlichen Demokratien und Gesellschaftsordnungen teilen wir voll, auch wenn kleinere Details unstimmig sein mögen.
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Kategorie: Startseitenbeiträge
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Erstellt: Donnerstag, 30. Dezember 2010 10:57
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Zuletzt aktualisiert: Samstag, 21. März 2020 09:13
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Geschrieben von Famulus
Dass auch in Christus nicht alle Christen gleicher Meinung sind und teilweise gravierende Differenzen bestehen, ist nicht nur eine Folge vom unterschiedlichen Erkenntnisgrad einzelner Christen, sondern auch eine Frage eines rechten und linken Zustandes. Die Einteilung links und rechts nehmen wir aus der Politik und wollen dies religiös modifiziert verwenden, um aufzuzeigen, dass es nur Zustände sind und keine grundsätzliche Positionen oder Ausrichtungen, die mit aller Schärfe zu verteidigen sind. In Gott gibt es kein Verharren oder tödliche Erstarrung, sondern nur Leben und Bewegung.
Links wollen wir Jesus am Kreuz sehen, als er „Eli, Eli, lama asabtani?“ gerufen hat. Links ist der Zustand des abgeschnitten Seins von Gott, des nicht Erkennenkönnens von Gott. Auf einer anderen Stufe kann hier Hiob genauso aufgezählt werden so wie das moderne Theaterstück „Warten auf Godot“ von Samuel Beckett, wo zwei Landstreicher auf einen Godot warten, der aber nie kommt und von dem man nicht einmal sicher ist, ob er überhaupt existiert. Ein sehr trostloses Stück, das die Hilflosigkeit und das menschliche Verlassensein dramatisiert. Hier finden sich Aussagen wie „macht kaputt, was euch kaputt macht“ ebenso wie, „es
ist alles egal und sinnlos“. Links ist auch der Zustand, der Selbsterkenntnis, der ersten Menschen im Paradies, als sie sahen, dass sie nackt waren oder der Selbstverkrümmtheit, die es unmöglich macht Gott aktiv zu suchen. Links ist nicht irgendein Atheismus, den die Lippen bekennen und der Verstand irgendwie zu formulieren versucht, sondern ein tiefes Bauchgefühl des Verlassenseins und der Leere, wo Kraftlosigkeit die Hand erschlaffen lässt, anstatt Gott den Finger zur Berührung hinzuhalten, wie bei der Erschaffung des Adams von Michelangelo. Ohne dieses aktive (wenn auch schwache) Zugehen auf Gott ist aber keine Berührung mit Gott möglich.
Rechts fühlt sich auf der anderen Seite im Recht; im Recht für Gott zu sprechen oder in überhöhter Form sogar glaubt, Gott
selber zu sein. Ob man Gott, den kein Mensch erfassen kann, wirklich als solchen erkannt hat oder ob alles nur eine Fata Morgana war, die sich bei weiterer Annäherung wieder in Luft auflöst und wieder entschwindet, ist für das Hochgefühl unerheblich. Jesus ist rechts, wenn er sagt mir hat der Vater alle Macht gegeben im Himmel und auf Erden. Rechts ist das sich in Einklang fühlen mit dem allmächtigen Gott. Alle rein monotheistischen Religionen, die sich selber erlösen wollen, wie das Judentum oder der Islam sind rechts. Jede Zwangsmissionierung und jede sozialistische Zwangsbeglückung ist rechts.
Das menschliche Dasein ist zwischen diesen Beiden. Man befindet sich wie auf einer Himmelsleiter, wo man einmal den rechten und dann wieder den linken Fuß nachsetzen muss. Wer aufsteigen will, kann nicht auf einem Bein verharren, sondern muss, wenn er gerade das rechte Bein belastet mit dem linken Fuß nach der nächsten Sprosse tasten. Wer gerade mit dem linken Bein auf der Sprosse steht, muss mit dem rechten Fuß die nächste Sprosse suchen. Links und rechts sind zwei notwendige Gegensätze, die nur in Gott, der letzten und höchsten Wahrheit, ihre Vereinigung erfahren. Jede Stufe führt zu höheren Erkenntnissen und hinein in die tiefen Geheimnisse Gottes, denen wir nur allmählich und in kleinen Portionen würdig sind.
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Die Würde des Menschen bemisst sich danach,
wie viel Wahrheit er verträgt.
Charles Tschopp (Schweizer Schriftsteller 7.Sep 1899 - 29.Mai 1982)