Billiges Öl

Bis vor kurzem konnte man selbst noch in angesehenen Wirtschaftsblättern lesen, dass das billige Öl von Amerika (durch die Schieferölproduktion) und Saudi Arabien gezielt herbeigeführt würde, um Russland und andere BRICS Staaten dadurch nachhaltig zu schwächen. Uns scheint es eher wie das Erscheinen des Nordlichtes, welches in großen Teilen Europas vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges sichtbar war. Es war ein Naturereignis, das niemand recht einordnen konnte, und erst im Nachhinein eine gespenstische Bedeutung bekam. Das billige Öl ist allerdings kein Naturereignis, obwohl viele dies irgendwie als vom Schicksal gegeben ansehen. Tatsächlich verbirgt es eine eigene ganz besondere Logik. Wissend, dass der Mensch nicht vom Öl alleine lebt, wurden dennoch darum zahllose, sinn- und nutzlose Kriege geführt und jeder echte Marktpreis dadurch zerstört. Die daraus resultierende Verzerrung des gesamten Weltmarktes wird hier mit dem billigen geraubten Inka-Gold der Spanier in Analogie gesetzt. Das nahezu allmächtige katholische Spanien mit dem Papsttum träume von Weltherrschaft und man teile die Welt nur mit dem ebenfalls katholischen Portugal. Das von Blut getränkte billige Gold brachte aber keinen Segen, sondern den schrecklichen 30-jährigen Krieg, wo eine gegrillte Ratte mehr Wert war als jedes Goldstück. Dabei konnten selbst die Prophetenmorde (etwa an John Hus) nicht die in Gang gesetzten Prozesse aufhalten. Auch das geraubte Öl schreitet schon längst mit seinem Zerstörungswerk durch die Markt- und Wettbewertsverzerrung voran und läuft auf einen ähnlichen Geschichtsverlauf hin. Die erodierenden Märkte sind nur mit unglaublichen Subventionen zu halten und Produktionsstätten wandern massenweise ab. Für nahezu kein Produkt, vom T-Shirt bis zum Schweinefleisch, wird ein realistischer Marktpreis erzielt bzw. bezahlt. In Venezuela, im Vorhof Amerikas, bekommt man für 10% des amerikanischen Ölbedarfs leere Supermarktregale. Dies ist nicht nur tragisch für die hungernde Bevölkerung Venezuelas, sondern wirft ein sehr schiefes und zwielichtiges Licht auf alle Handelsbeziehungen mit Amerika. Der so erworbene Ruf eines schädigenden und ausraubenden Handelspartners lässt sich auch nicht mit noch so geschickten Lügen und Manipulationen zurecht biegen, zumal die Verhältnisse sich zusehends verschlechtern und keine Besserungen absehbar sind.

Die Politik wäre gefordert als übergeordnete unabhängige Instanz für Marktgerechtigkeit und reale Preise zu sorgen, verzerrt aber durch Kriege und dubiose Machenschaften so wie eigene Verstrickungen massiv wirtschaftliche Abläufe. Es gleicht einem Affront, wenn zwischen Kriegs- und Wirtschaftsflüchtlingen unterschieden wird, wohl wissend, dass alle Flüchtlinge auf diese oder ähnliche Weise Opfer der gemachten verfehlten Weltwirtschaftspolitik sind. Ein „wir schaffen das“ ist nur eine von diesen vielen lügenhaften Verdrehungen, die ausspricht, dass „wir“, die Großen und Mächtigen, die all das herbeigeführt haben, mit dem Latein am Ende sind und nun andere einspringen sollen, um den Karren wieder aus dem Dreck zu ziehen. Das „wir“ das sie ansprechen wollte, hat längst erkannt, dass das „wir“ der Mächtigen nur mehr von einer Grube in die nächste führt und diese Abwärtsspirale nur noch ein unersättlicher Moloch ist. Die Verantwortung liegt nur bei den Mächtigen und jeder weiß, dass das heuchlerische Erbsenzählen und streiten um Flüchtlinge das einzige ist, wozu man hierzulande fähig ist. Verantwortung lässt sich mit einem „wir schaffen das“ weder dem eigenen Volk noch anderen Gemeinschaften aufbürden. Beispiel Griechenland. Deutschland WAR einmal groß, als es noch anderen Ländern helfen konnte. Es lebt heute wie der große Bruder, von dem es durch eine Marionettenregierung „abgeerntet“ wird, nur mehr vom Plündern und Absichern des bereits Angeeigneten.

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Verantwortung ist die einzige Kompetenz,
die eine Behörde freiwillig abgibt.
  Wolfram WEIDNER (1925 – )

Subversive Kräfte

Nirgendwo auf der Welt sind zur Zeit so grundlegende Kräfte am Werk wie in Europa. Schon in der Vergangenheit war Europa im Widerstreit von Ost und West, von Kapitalismus und Sozialismus - europäische Weltkonstrukte, die wie zwei Kinder ihren Eltern zeigen wollten, was aus ihnen geworden war. Was heute Europa heimsucht, sind Enkelkinder, die durch das in ihnen Neue und Fremde, Europa seiner Identität berauben und durch das ererbte Alte und Bekannte, Europas Immunsystem lähmen bzw. geistig verengen. Anders dargestellt – Europa hat seine Identität aufgegeben und wird damit zum Spielball fremder Kräfte, die in subversiver Weise Europa vereinnahmen und auszehren. Europäische Führungsstärken sind weder von einem Finanzsteuersünder und Oberlobbysten Jean-Claude Juncker, noch von einer abgehörten Angelika Merkel, noch von einem Wirtschaftsgenie François Hollande, noch von kontinentaleuropafeindlichen Angelsachsen zu erwarten. So wird es wohl kommen, wie es kommen muss, und die nicht mehr zu überbrückenden Spannungen werden durch das Versagen der Führungsriege am unteren Ende der „geistigen Nahrungskette“ beginnend, ausgetragen. Die vom Ausland unterstützten islamischen Fundamentalisten sitzen hier mit einer „Scharia Polizei“ genauso in ihren Startlöchern, wie nationalistische Hooligans, die sich wie Söldnertruppen im Blackwater-Stil rekrutieren und über große technische und finanzielle Mittel verfügen, da sie der verdeckten Politik von „großen Interessenverbänden“ dienen. Sowohl für die einen als auch für die anderen lässt sich ein kranker ideologischer Überbau finden, der natürlich schon längst existiert. Die Türen sind derweilen weit offen, da jede geistig fundierte europäische Abwehrkraft fehlt. Europa wäre reich an Erfahrung und könnte dabei der wichtigste Kulturträger unseres Planeten sein, wenn es sich nicht in inneren Grabenkämpfen und dilettantischer Kleingläubigkeit verlieren würde.

Weder der Islam (durch Scharia und/oder Kalifat und auch durch seine Geschichte ist er als politisch und nicht als religiös einzustufen) noch die vom amerikanischen CIA gesteuerte „New Age“-Bewegung basieren auf geistigen, religiösen oder gar göttlichen Prinzipien oder Werten. Ersteres ist überall präsent und bewusst, während letzteres viel subtiler ist - deswegen aber nicht weniger erodierend. Das was früher bei der europäischen Kolonisation mit der christlichen Missionierung bestens funktioniert hat, läuft heute in umgekehrter Richtung ab. Ob das nun sehr plump durch das Verteilen des Korans geschieht, oder etwas diffiziler und heimtückischer durch gezielte und bewusst gesteuerte Desinformation, ist im Resultat einerlei. Wie perfide und die wirklichen Drahtzieher verheimlichend diese Dinge sind, kann man etwa bei diesem Video sehen. Die Linien gehen quer durch alle Religionen, Weltanschauungen und Lebensbereiche, und einfache Grenzziehungen sind nahezu unmöglich. Wer dies dennoch versucht, handelt voreilig, unbedacht und schlichtweg unklug. Nur in Micky-Maus Kulturen kann man einfach in schwarz und weiß denken. Da hat man auch schon mal einen Dagobert Duck – seines Zeichen Jack Lew, der eifersüchtig wütet, wenn nicht mit seinen überschuldeten Geldsummen gewirtschaftet wird. Mehr noch, man soll geschuldete Gasrechnungen gar nicht oder wenn, nur mit wertlos vermehrtem Geld bezahlen und nicht mit realen Handelswaren. (Handelswaren hätte man ja ohnehin keine, da diese schon aus China importiert werden, was die Handelsbilanz schon jetzt erheblich negative belastet.)

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Schulden und Lügen sind im allgemeinen vermischt.
  François RABELAIS (8. Feb. 1494 – 9. Apr. 1553)

Der gordische Knoten

Auf einer Campingtour sind wir einmal zwei Jugendlichen mit nicht gerade hervorragenden Kochkünsten begegnet. Als dem Einen die ewigen Rühreier des Anderen nicht mehr mundeten, meinte dieser, man könnte ja auch einmal Spiegeleier machen. Da antwortete der Angesprochene leicht hilflos, dass er eben nur Rühreier machen könne und werkte wie immer mit der Gabel in der Pfanne mit den eben erst eingeschlagenen Eiern. So wahr sich diese Geschichte im Wesentlichen zugetragen hat, so grandios zeigt sie auf, wie vermeintliche Lösungen oft wirkliche Lösungen blockieren. Wirkliche Lösungen brauchen Besonnenheit und Geduld. Sie brauchen nicht eine hastige, unüberlegte Gabel, die alle Spiegeleier verhindern.

Viel unterscheidet einen demütigen und bescheidenen Menschen, der hinhören kann, was Gott ihm sagen möchte und welche Erkenntnisse ihm Gott offenbaren möchte, von einem selbstgefälligen, selbstherrlichen Selbsterlöser, der glaubt, Probleme für sich und für andere mit Gewalt lösen zu müssen. Wer mit offenen Augen durch das Leben geht, findet die Rühreierköche nicht nur in den Medien, wo aus der Ukraine, dem Irak/Syrien, Libyen, Ägypten, Palästina/Israel etc. berichtet wird, sondern auch im ganz gewöhnlichen Alltag und gelegentlich bei sich selber. Sollten sich Schnüre wirklich wie beim Streitwagen des phrygischen Königs Gordios fest verknotet haben und sich keine sichtbare Lösung zeigen, bleibt die Erfahrung und Erkenntnis zurück, dass in Gott noch viele Rätsel verborgen sind und der Mensch eben nicht alles weiß und auch nicht alles lösen kann. Wichtig ist aber die Fähigkeit etwas an Gott zurück geben zu können, die Geduld zu besitzen, warten und beobachten zu können, was nicht der Mensch, sondern eben Gott daraus macht. Was heute unlösbar scheint, kann morgen als ein Werkzeug zur Lösung eines größeren Problems dienen, wie der Gordische Knoten auf Alexander den Großen, der große Berater und Gelehrte wie Aristoteles und verlässliche Mitstreiter um sich versammeln konnte, warten musste.

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Der Teufel lässt sich am besten mit Geduld schlagen,
  denn er hat keine.

  Carl Gustav Jung (26. Juli 1875 – 6. Juni 1961)

Piranhas und ihre Marionetten

Vieles bekommt einen Sinn, wenn es in einer Gesamtschau betrachtet wird, die türkische Freilassung des Wiener Jihadisten Mohamed Mahmoud (Abu Usama al-Gharib), die Nachschubwege der IS hauptsächlich über die Türkei und die jetzigen Vorbereitungen der Türkei für ein Eingreifen in Syrien. Ein Schelm ist, wer glaubt, die jetzige Entwicklung sei so von türkischer Seite schon lange geplant gewesen oder sie käme der türkischen Seite mehr als gelegen, um Expansionsgelüsten genüge zu tun. Im geschichtlichen Umfeld wirkt alles noch viel bizarrer als das jetzige „Köpfe abschneiden“ ohnehin schon ist. Nicht nur, dass der Genozid an den Armeniern in der Türkei nie aufgearbeitet wurde, drängt man heute auch noch genau in die Gebiete, in die die Armenier in Todesmärschen vertrieben wurden. Man verdrängt gekonnt die eigene Geschichte und hat nicht den leisesten Hauch von Pietät oder Feinsinn. Durch die NATO-Mitgliedschaft der Türkei, drängen sich uns auch noch die Erinnerungen an deren Geheimarmeen auf.

Wo die eigene Geschichte nicht aufgearbeitet wird oder man nicht dazu stehen muss, was macht es da für einen Unterschied, ob man bei den grauen Wölfen ist, bei der Muslimbruderschaft oder im Jihad bei den religiös verblendeten IS-Milizen ? Man kennt den eigenen Wahnsinn, aber nicht die Wahrheit. Man redet viel von einem Allah, dem Allmächtigen, kennt diesen aber nicht. Es ist unsere Pflicht hier auch von diesem und auch im Namen von diesem zu sprechen. Der Allmächtige ist im gesamten Universum der Selbe, auch wenn er viele unterschiedliche Namen trägt.

Abschließend nehmen wir nicht an, dass gut organisierte NATO-Geheimarmeen, sowohl in Syrien als auch in der Ukraine tätig waren oder sind, da man sich sonst auf einen Brennpunkt konzentriert hätte. Im Dunstkreis dieser Geheimarmeen sprießen aber sehr wohl recht unberechenbare Kräfte, deren Durchleuchtung und Durchforstung das Gebot der Stunde wäre – verbunden mit der Aufarbeitung der Geschichte im Sinne einer Wahrheit, die nicht von Wahnvorstellungen verstellt ist.

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Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben,
wenn es dem bösen Nachbar nicht gefällt.

  Friedrich v. Schiller (10. Nov. 1759 – 9. Mai 1805; Wilhelm Tell IV,3)

Hat sich Russland schon bekehrt ?

Im zweiten Geheimnis von Fatima wird davon gesprochen, dass sich Russland bekehren würde, wenn sich die Menschen besserten und der Menschheit dann Frieden geschenkt wird. Die Prophezeiungen sind zwar nur bis zum zweiten Weltkrieg gedacht gewesen und werden für die Zeit danach immer ungenauer, die grundsätzliche Frage nach dem Weltfrieden bleibt aber dennoch immer aktuell. Ist Russland heute bekehrt und wäre/ist dies ein Garant für Weltfrieden ? Was immer man für bekehrt halten mag, so hat es mit dem Fall des Eisernen Vorhanges und dem Ende des Kalten Krieges in Russland gravierende Veränderungen gegeben, die hier als eine Art Paradigmenwechsel gesehen werden. Man kann das heutige Russland nicht mehr vorurteilsfrei mit einem Russland des „Ungarnaufstandes“ (1956) oder des „Prager Frühlings“ (1968) gleich setzen. Genauso wie die heutigen Verhältnisse in Deutschland und Österreich nicht mit denen zur Zeit des Nationalsozialismus gleich gestellt werden können. Besonders durch die jüngsten Entwicklungen in der Ukraine und auf der Halbinsel Krim sind die Stimmen laut, die die alten Geister auszugraben versuchen. Ein unvoreingenommener und vorurteilsfreier Blick auf die Entwicklungen und Enthüllungen der letzten Zeit gibt hier sicher eine realistischere Einschätzung der heutigen Lage wieder. Beginnend von der NSA-Affäre oder den Drohungen des Prinzen Bandar, dem Chef des saudischen Geheimdienst, bis zu den publik gewordenen Telefonmitschnitten der US-Diplomatin Victoria Nuland oder einer Julia Timoschenko, stehen all die Großen und Mächtigen dieser Welt als gewöhnliche, skrupel- und verantwortungslose Karrieristen da. Statt sich solcher Kräfte zu entledigen, werden diese durch alte Stereotypen und Vorurteile der Medien noch gestützt, wie etwa das Video zeigt.

Es sind nicht nur die in diesem Video beklagten deutschen, sondern auch österreichische Medien, die ein verzerrtes einseitiges Bild zeichnen und damit Handlanger von mehr als zweifelhaften Kräften sind. Wessen Geistes Kind diese Kräfte sind, die uns zu beschützen vorgeben, sieht man auch in den neuesten Enthüllungen über den Giftgasangriff in Syrien. Eine Menschheit und eine Politik, die mit Vorgängen wie denen in Syrien konfrontiert sind und dazu keine Lösungen anzubieten haben, sollten sich vielleicht einer Gerechtigkeit besinnen, die für den ganzen Kosmos maßgeblich ist. Nicht nur unser eigenes ganz persönliches Schicksal hängt davon ab, sondern auch das Wohl von Völkern und Nationen, wie überhaupt der gesamten Menschheit.

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Wir werden nicht durch die Erinnerung an unsere Vergangenheit weise,
  sondern durch die Verantwortung für unsere Zukunft.

  George Bernhard SHAW (26. Juli 1856 – 2. Nov. 1950)