Die Gaukler Gottes

Den Titel für den jetzigen Startseitenbeitrag entlehnen wir von dem australischen Autor Morris West, der 1981 einen gleichnamiges Papstroman geschrieben hat. Im Gegensatz zur Romanvorlage, die irgendwo am Beginn eines apokalyptischen Weltendes angesiedelt ist, bleiben wir etwas erdiger und gehen mit unserem Blick erheblich über den Vatikan hinaus. Ein Gaukler – mag seine Absicht auch noch so eine gute und edle sein – ist und bleibt ein Betrüger und hat mit Gott nichts gemeinsam. Im Englischen existiert eine eigene Redewendung für die Art anderen etwas vorzugaukeln: „Fake it till you make it.“ Kurz: wenn man etwas nicht kann, soll man wenigstens so tun als ob man es könnte. Aus der Not eine Tugend machen zu wollen und darüber hinaus noch zu glauben, man wandle hier auf göttlichen Pfaden ist absurd. Unsere Welt schaut nicht so aus, als könnte Gott nicht eine und auch noch viele tausend andere Welten erschaffen. Er braucht auch keine Gaukler, die ihn nachäffen und vielleicht sich über seine Schöpfung noch lustig machen.

Vielen wird zu viel sein, dass ganze Massen jahrelang an der Nase herumgeführt wurden. Sie sollen hier beruhigt werden; die Wahrheit stirbt nicht nur in jedem Krieg als erstes, sondern wird und wurde immer schon, wenn auch nicht so dreist, zurechtgebogen. Was uns weit mehr schreckt ist, dass das, was vor 50 Jahren war, sich seit dieser Zeit sicher noch gesteigert hat d.h. heute werden wahrscheinlich noch größere Dinge vorbei an der breiten Bevölkerung abgewickelt. Der breiten Masse wird und wurde immer schon von den Mächtigen dieser Welt etwas vorgegaukelt, und sei es nur, dass man einen Glauben an eine allein seligmachende Institution aufrecht erhält. So ein Glaube genügt heute freilich nicht mehr und die heutigen Trickbetrüger benötigen für Ihre magische Show viel Energie, kostbare Ressourcen und vor allem viel Lärm. Sie sind wie die Laubbläser, die mit viel Gestank, Krach und Benzin, Problem nur anderenorts hin blasen ohne sie zu lösen - mehr noch; sie sind schon lange selbst zu einem eigenen Problem geworden, da sie nur ihre eigenen Taschen füllen. Die Krisenauslöser sind auch meist die Krisengewinner und eigene Think Tanks beschäftigen sich nur damit, welche Krise man auslösen könnte, um neue Gewinne zu generieren. Zur Corona-Krise haben wir etwa gelesen, dass diese die "erste Krise ohne US-Führung" ist. Das Beste und Ehrlichste an dieser Veröffentlichung war freilich nur diese Überschrift, und dass wir sie hier erwähnen soll zum Nachdenken anregen!

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Es ist unendlich schöner, sich zehnmal betrügen zu lassen,
als einmal den Glauben an die Menschheit zu verlieren.

Heinrich Zschokke (22. März 1771 – 7. Juni 1848)

siehe auch:
Arroganz der Elite

2020 - Neuverteilung der Macht

Die Ziffernsumme der Jahreszahl 2020 ist 4 und diese Zahl steht in geistigen Kreisen für die Macht. 2020 wird das Jahr mit der globalen Neuverteilung der Macht. Nicht nur die Wahrheit ist ein schwer zu fassender Begriff, sondern auch Macht. Beim Showdown1 zwischen Pilatus und Jesus ging es nicht nur um Wahrheit, sondern auch um Macht. Während Pilatus sich bei der Wahrheit unwissend gab, versuchte er sich bei der Frage der Macht wegzustehlen, indem er das Volk zwischen der Freilassung von Jesus und Barabbas entscheiden ließ. Pilatus hat bei der Frage, was oder wer ist mächtiger, das römische Imperium, das seine Macht auf der bis dahin grausamsten Hinrichtungsmethode gründete oder Jesus, einfach die Flucht ergriffen. Pilatus war offenbar intelligent genug zu erkennen, mit was oder mit wem er es zu tun hatte (ob es ihm geholfen hat, wissen wir nicht. Das Volk Israel für seinen Teil arbeitet bis zum heutigen Tag an den Traumatas, die noch dem selben Geschlecht widerfahren sind. Einsichtig ist man dennoch nicht).

(1) Eine gute Zusammenfassung des Prozesses gegen Jesus vor Pontius Pilatus und Herodes Antipas findet sich hier.

Es ist aber nicht nur die Kreuzigung, die die Geschichtsschreibung gerne vergisst und damit kaschiert, dass jede nicht göttliche sprich irdische Macht satanisch ist. Der Film Ben Hur hat den antiken Galeerensklaven noch ein Denkmal gesetzt, während die vielen antiken Sklaven in den Bergwerken fast völlig vergessen wurden. Wir leben in der Illusion, dass heutige Machtstrukturen besser seien und begreifen nicht, dass wir in einer Epoche leben, die die Verdrängung, wie keine andere kultiviert hat:

Verdrängt werden nicht die Gräultaten des Nationalsozialismus und auch nicht die Verbrechen unter Stalin. Verdrängt wird, dass wir unser Hamsterrad in einem riesigen militärischen industriellen Bankenkomplex drehen, der nicht dem Wohle der Menschheit dient, sondern nur an dessen Zerstörung arbeitet. Wie sonst sind all die Wegwerfprodukte und der kurzlebige Konsum zu erklären, der militärische Overkill und die mediale Gleichschaltung, die jedes Ausbrechen flächendeckend mit Verschwörungstheorie, Faschismus, Fake News etc. niedermäht? Die Rolle der Frau ist dabei eine der sensibelsten Punkte. Was als Befreiung und Emanzipation verkauft wird und letztlich zur Zerstörung aller bisheriger familiären Strukturen beiträgt, ist, dass dieser zerstörerische Moloch nicht nur die Frau um ihren ursprünglichen Schutz in der Familie beraubt, sondern darüber hinaus auch nach den Kindern greift. Das Weibliche wird gezielt sexuell entfremdet, entstellt und in vielfacher Weise, und nicht nur in der Werbung, für diesen Moloch versklavt. Es ist uns hier nicht gegeben, in die mystische Dimension der Gottesmutter Maria einzusteigen und warum SIE es sein wird, die der Schlange den Kopf zertreten wird.

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Die Macht ist ein wissenschaftliches Produkt geworden,
das in dem politischen Laboratorium erzeugt wird
durch Einschmelzung der menschlichen Persönlichkeit.

Rabindranath TAGORE (7. Mai. 1861 – 7. Aug. 1941)

siehe auch:
Die Kraniche des Ibykus
Lifestyle-Pillen
Jungfrau und Schlange

Größenwahn

Kleine Sünden bestraft Gott sofort, große etwas später. - Wir lieben Gott vor allem deswegen, weil er seinen eigenen Grundsätzen mit einer Geduld und einem Langmut treu bleibt, die man nirgendwo sonst findet. Eine viel zu wenig verstandene Tatsache ist etwa, dass Jesus lieber sich selber opferte, anstatt sich der Gefahr auszusetzen, nur einen einzigen der Seinen zu verlieren.

Mit den kleinen Sünden spielen wir hier auf Erdogan an und mit den großen (wie man vielleicht „Merkelt“) auf die der gesamten EU. Wie wurden wir mit Gedichten über Erdowahn überhäuft, von demjenigen mit dem Megapalast, dem großen Flughafen und der Pressefreiheit. Wir denken dabei an einen anderen Flughafen, der in Berlin schon seit ewigen Zeiten einer Fertigstellung harrt. Wir denken auch an manipulative Leitmedien (dies nicht erst seit Bekanntwerden der Atlantikbrücke), die uns in sämtliche Kriege der letzten Zeit hineingelogen haben. Ein Spiegel-Reporter wie Robert Menasse gehört da zum System, er ist zwar ein Bauernopfer, aber bei keiner Nähe nur ein unschuldiger Mitläufer. Die Sachen tragen spät aber doch Früchte. Die beiden größten Sündenpfuhls Europas, Paris und Berlin, versinken im eigenen Morast. Man kann darüber streiten, ob Gelbwesten besser sind als kriminelle Clans, die etwa für den Diebstahl der 100kg Goldmünze im Bodemuseum verantwortlich sind und die ganze Straßenzüge beherrschen. Paris hat dabei wohl beides, die Pest und die Cholera.

Wir haben uns schon längst mit den Zuständen wie sie sind abgefunden und eigentlich nur darauf gewartet, was Gott von alledem hält. Es ist reichlich naiv und jeder spielt mit seinem geistigen Tod, wenn er lebt, als gäbe es keinen Gott, keine Wahrheit oder keine göttliche Gerechtigkeit. Es ist völlig irrig, in einer Art von Größenwahn zu glauben, man müsse durch „postfaktische Geschichtsschreibung“ oder irgendwie andersartige wahrheitsverdrehende bzw. -verzerrende Medienarbeit die Welt retten. Vieles ist dabei ohnehin so abgehoben und weltfremd, dass es oft nicht einmal zu einem mitleidigen Lächeln reicht. Wie anders sonst sind wohl die narzisstischen Kränkungen all derer zu verstehen, die enttäuscht darüber sind, dass nur ein „GOd“ und nicht ein Geheimdienst ihre persönlichen Daten öffentlich gemacht hat. Unreine, wie wir alle es sind, werden gemieden wie eine Seuche und nur wenige schaffen es über ihren Tod hinaus über Jahrtausende zu leuchten. Dies gilt besonders dann, wenn man für den ökologischen und ökonomischen Ruin eines ganzes Kontinentes wie Europa Mitverantwortung trägt:

Veröffentlichungen wie etwa ein Agraraltlas, der Versäumnisse der EU auflisten soll, verschleiern und kaschieren die gravierenden großen Probleme und helfen nur den Erstellern der Studien. Es liegen noch viele Welten zwischen einem Salvator Mundi und all den vielen von dubiosen Interessen gesteuerten selbsternannten Welten- und Weltrettern - eine Kluft, die schon im römischen Reich bestand, und Seneca war dabei wohl ein Schreiber, der noch in keiner Weise mit der heutigen Dreistigkeit gelogen und manipuliert hat. Ein politischer Kreuzestod durch das damalige Weltreich war dem einen beschieden, dem anderen ein erzwungener Selbstmord, wodurch er noch einen Teil seiner Ehre retten konnte. Spätere Geschichtsbücher werden einmal davon berichten, mit wieviel Ehre Europa seinen Niedergang fand und ob dieser dem des römischen Reiches ebenbürtig ist.

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Gottes Mühlen mahlen langsam,
aber schrecklich fein.

Friedrich von Longau (Jan. 1605 – 24. Juli 1655)

Am Anfang war ...

... Adam und Eva. Nein – davor gab es die Dinosaurier und vor diesen die Einzeller von denen alle Mehrzeller abstammen. Aber nein, begonnen hat alles mit dem Urknall, dem Wort Gottes. Am Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Am Anfang war es bei Gott. Alles ist durch das Wort geworden und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist. - So steht es in der Bibel. ... Es war der Lieblingsapostel Johannes, der über die Macht göttlichen Wortes philosophierte und nachdachte. Die Entstehung der gesamten Schöpfung ist uns hier zu gigantisch und wir wollten wie das Alte Testament bei Adam und Eva beginnen.

Der Schöpfungsmythos, wie er uns in der Genesis überliefert wurde, gehört zu den frühesten Erinnerungen, über die unser heutiges Menschengeschlecht verfügt. Alles was vorher war, ist im Dunkeln und die vereinzelten stummen Zeugen aus längst vergangenen und vergessenen Zeiten lassen nur wage zeitliche Zuordnungen und Spekulationen zu. Es sind schöne Umschreibungen mit denen der Mensch versucht hat, die Welt davor zu begreifen. Sei es die Erschaffung der Welt in sieben Tagen durch Gott oder das Paradies, wobei die Erinnerung an ein Paradies, an ein goldenes Zeitalter etc. in vielerlei Formen öfter erhalten geblieben ist. Die heute gängige Annahme, dass unser jetziges Menschengeschlecht die intelligenteste Lebensform ist, die die Erde jemals bevölkert hat, entspricht dem Grundgedanken der Evolutionstheorie und ist vielleicht gesund für das Ego der jetzigen „Großgeister“, ist aber genauso verwegen wie die Behauptung, dass sich alle Gestirne einschließlich der Sonne um die Erde drehen. Hätte eine Ameise eine ähnlich egozentrische Sichtweise, sie könnte nie ein so komplexes Gebilde wie einen Ameisenhügel errichten.

Die Preastronautik fördert so einiges zu Tage, was nicht in das vorherrschende Weltbild passt. Es bleibt allerdings ein schlechter Versuch, all die Indizien durch raumfahrende Götter zu erklären. Wir vermuten, dass es so etwas wie Atlantis mit einer uns weit überragenden Kultur und Technologie auf unserem Planten mindestens einmal schon gegeben hat, und Adam und Eva nur der Beginn der jetzigen hominiden Epoche sind. Die Cheops-Pyramiden in Ägypten beispielsweise sind wahrscheinlich um vieles älter als die jetzige Datierungen angeben und stammen vermutlich aus diesen früheren Kulturen. Cheops hat vielleicht Ausbesserungen daran vorgenommen und sich später als deren großer Erbauer feiern lassen oder zu seinen Lebzeiten es sich als sein Grabmal gewünscht. Wenn auch nicht so imposant gibt es deren Beispiele, die nicht so ganz in das häufig vermittelte Weltbild passen, ohne Zahl und der geneigte Leser möge hier selbst auf eine erhellende abenteuerliche Reise gehen.

siehe auch:
Darwinismus ist tot
Heiliger Qur'an

Ist Gott faul ?

Auf den etwas launigen Titel hat uns das Philosophicum von Konrad Paul Liessmann und Michael Köhlmeier gebracht, wo die Frage gestellt wird, was Gott vor der Erschaffung der Welt gemacht hat. Statt zu sagen, Gott ist vorher faul gewesen, hat angeblich der Hl. Augustinus geschrieben, dass er davor die Hölle erschaffen hat, um all diejenigen dort hin zu stecken, die solche Fragen stellen. So ironisch diese Antwort auch klingen mag, trifft sie doch viel besser den Kern als so vieles andere. Man versteht es besser, wenn man Gott als die Sonne sieht, die die Erde anstrahlt. Kein Gemüsebauer würde fragen, ob die Sonne faul ist, nur weil sein Gemüse nicht wächst oder gar verkommt. Die Sonne geht über allem auf und welche Früchte die Erde hervorbringt, ist nicht die Sache der Sonne. Diese Sichtweise extrapolieren wir auch auf die gesamte Schöpfung d.h. welche Schöpfung bzw. Welt die höchsten Geistwesen aus der „Gottesenergie“ machen bzw. welche Welt die Geistwesen vor der jetzigen geschaffen haben, ist nicht direkt Sache Gottes.

Im Kleinen gibt es wahrscheinlich schon im Diesseits nicht wenige, die mit dem vollen Bewusstsein von Gott angestrahlt zu werden, leben und damit nichts anzufangen wissen d.h. in mystischen Anfangserfahrungen stecken und geistig nicht weiter wachsen bzw. ihren Schöpfungsauftrag nicht verstehen. In den Schriften von Moses ben Maimonides (1135 – 1204) findet sich dazu sinngemäß etwa folgendes:

Das Begreifen der Gottheit (sofern wir in unseren begrenzten Möglichkeiten überhaupt an ein Begreifen herankommen), kann nur mit geordnetem und beweisfähigem Verstand errungen werden. Weder blitzartige Erhellung durch göttliche Eingaben, noch ausschließliches Forschen oder strikte Befolgung religiöser und gesetzlicher Vorschriften befähigen jemanden, die wahre Richtung zu erkennen.

Moses ben Maimonides lebte in Zeiten großer Umwälzungen und leitete mit seinem geistigen Schaffen am Ende des Mittelalters die Aufklärung und damit die Betonung des ordnenden Verstandes ein. Mit all den Erfahrungen mit der Aufklärung wissen wir heute, dass der Verstand unser Leben zwar ordnet, die Richtung bestimmt er aber nicht. Moses ben Maimonides ist daher auch nur so zu verstehen, dass man mit dem Verstand Ordnung machen muss, um die weitere Richtung zu erkennen. Nicht wenige fühlen sich in Gott so geborgen und sind dabei so selbstgefällig, dass sie glauben, das Denken nicht mehr notwendig zu haben.

Der Geigenbauer, Martin SCHLESKE, ist ein besonderes Beispiel für meditatives Ringen und setzt dies auch täglichen in seiner Arbeit um:

Wie man bei Pascal VOGGENHUBER finden kann, kann man etwa das Sehen einer Aura (als ein Beispiel unter anderen) erlernen und es bedeutet nichts als eine handwerkliche Fertigkeit1. Martin SCHLESKE würde sich bedanken, wenn jeder, der glaubt, einen Hobel bedienen zu können, ihm ein teures edles Holzstück nach dem anderen ruinieren würde (und dies ohne etwas dabei zu lernen). Es ist eine zutiefst moralische Pflicht für alle, die glauben Lichtarbeiter zu sein, sorgsam und gewissenhaft zu handeln, da viel Schaden durch Dumme, die besonders fleißig sind, angerichtet wird. - Zum Schluss: weder Gott ist faul noch sind es die selbst oder fremd ernannten Geist-, Licht-, „Sternen“ etc,-arbeiter. Das Gegenteil ist der Fall und dadurch wird vieles oft dämonenhaft verzerrt.

1Im Jenseits werden wir noch viel mehr sehen und die primäre Frage ist, wie wir damit umgehen und was wir damit machen. Es gibt gute Gründe anzunehmen, dass alle "Wilden", die nicht abwarten können bis auch die entsprechenden Erkenntnisse gereift sind, drüben mit Ihresgleichen in Quarantäne (d.h. Hölle) gehalten werden, womit wir beim Hl. Augustinus aus der Einleitung wären.

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Faulheit ist Dummheit des Körpers und
Dummheit Faulheit des Geistes.

Johann Gottfried SEUME (29. Jan. 1763 – 13. Juni 1810)