Führung der Völker

Wie mehrfach erwähnt, hat Jesus weit mehr gesprochen, gelehrt und gewirkt als in der gängigen Überlieferung wieder gegeben wird. Wir zitieren hier aus einer Stelle, wo über die Notwendigkeit all des Bösen, so wohl von einzelner Menschen als auch von ganzen Völkerschaften und den angeblichen Ungerechtigkeiten auf dieser Welt gesprochen wird. Jesus ergreift dabei selbst das Wort.

2. Sage Ich: „Ja, meine liebste Tochter, um das zu erörtern in der Fülle, würde uns alle viel zu weit führen; aber ein Paar Gleichnisse will Ich dir und dadurch auch all’ den andern darüber geben. Wer sie fassen wird, dem wird nebst dem noch so manches klar werden; und darum merket und horchet wohl auf Mich!
3. Man hat verschiedene Getreidearten, als den glatten und bärtigen Weizen, die zweizeilige und vierzeilige Gerste, das hohe Korn, den Hafer, den großen Maisweizen, dann hat man die Linsen, die Wicken und verschiedene Gattungen von Bohnen; und seht, diese verschiedenen Gattungen brauchen auch stets einen verschiedenen Boden, ohne dem sie gar nicht gedeihen würden. Eine Gedreideart braucht einen festen Lehmboden, der aber stets gut gedüngt sein muß, ansonst aus dem Getreide nichts wird, wieder braucht eine andere Getreideart einen lockern und steinichten, und eine andere einen sandigen Boden. Manche Getreideart benöthiget eines feuchten, und wieder eine andere einen trocknen Boden; das alles lehrt die Menschen die Erfahrung.
4. Gleicher Maßen brauchen verschiedene Menschen auch eine verschiedene Erziehung, je nachdem ihre Herzen und Seelen vor der Hand beschaffen sind! — Wie es sich aber mit einzelnen Menschen als Kinder oft eines und desselben Vaters verhält, also verhält es sich auch mit ganzen Gemeinden und mit ganzen großen Volksstämmen; da ist ein Volksstamm, der braucht eine weiche, also mehr lockere Behandlung, und er gedeiht zum großen Segen der andern Völker der Erde. Ein anderer Volksstamm braucht wieder eine harte Behandlung, ansonst er bald ausarten und verkümmern würde zum Fluche der Nachbarvölker. Wieder hat ein Volksstamm eine entschiedene Neigung zum Herrschen und zum Tyrannisiren über seine Nebenmenschen. Für die Seelen solcher Menschen ist dann nichts besser, als daß sie auf viele Jahre in eine rechte Sklaverei verfallen, da sie so recht durch und durch gedemüthigt werden; haben sie sich im Demüthigen wohl zurecht gefunden, und ertragen sie ihr Loos endlich mit aller Geduld und ohne Murren, dann werden sie wieder zu freien Bürgern der Erde, und als eine veredelte Frucht auf den besten und fettesten Boden sicher bald überaus üppig fortkommen.
5. Seht, das ist nun ein Bild, das eben für euch alle ganz leicht zu begreifen sein soll, indem ihr doch schon so manches begriffen habt;
6. um aber diese recht sehr wichtige Sache noch anschaulicher zu machen, so stelle Ich euch die Theile des menschlichen Leibes dar, von denen auch ein jedes Glied eine andere Form, darum eine andere Behandlung und, so es krank ist, natürlich auch eines andern Heilmittels bedarf, damit es genese. So jemand einen Schmerz im Auge fühlt, muß er dagegen sicher ein ganz anderes Mittel gebrauchen, als für den Schmerz in einem oder dem andern Fuße; wer da ein Leiden im Bauche hat, muß es anders behandeln, als hätte er eines in einer oder der andern Hand, und so muß bei den Krankheiten des Leibes auch darauf gesehen werden, ob sie junge oder alte und hartnäckige Uebel sind; ein junges läßt sich mit einem leichten Mittel heben, während ein altes einer starken Medizin nahe auf Leben und Tod benöthigt, um aus dem Leibe als das alte Uebel geschafft zu werden. Die Menschen aber entsprachen mit ihren Seelen immer auch den einzelnen Gliedern ihres Leibes; — je nachdem dann irgend eine Seele mehr einen edleren oder unedleren Gliede ihres Leibes entspricht, desto mehr muß sie auch entsprechend also behandelt werden, wie das einzelne Glied, dem sie entspricht.
7. Aus diesem Bilde sind dann auch wieder die verschiedenen Verhältnisse der Menschen bezüglich ihrer seelisch-sittlichen Sphäre eben so verschieden zu behandeln, wie ihre einzelnen Glieder, denen sie in ihrer seelisch-sittlichen Sphäre entsprechen. — Ein gar schlechter Zahn im Munde muß am Ende, wenn alle andern Mittel nichts helfen, ausgerissen und vertilgt werden, damit es die gesunden Zähne nicht anstecke; eben so ein unverbesserlicher böser Mensch aus einer Gemeinde, auf daß nicht die ganze Gemeinde durch ihn verdorben werde. So auch muß oft ein ganzes Volk, wenn schon nicht physisch, so doch moralisch vertilgt werden, auf daß am Ende nicht alle Völker der Erde durch dasselbe verdorben werden.
8. Sehet nach in der Chronika, und ihr werdet es finden, welch’ ein großes Volk einst die Babylonier, die Niniviten, die Meder, die Perser, die Egyptier, die alten Griechen und die Trojaner waren; wo sind alle diese Völker nun? — Wo — sind die Gomorrhiten und die Sodomiten und wo die Völker der Zehn Städte?! — Ja physisch bestehen sie wohl noch in ihren verwahrlosten Nachkommen, die aber keinen Namen irgendwo mehr haben und auch nie wieder unter den alten Namen zu irgend einem Volke dieser Erde werden; denn es ist kaum was noch irgend Schlechteres denn ein alter Name, an dem viel eitlen nichts sagenden Ruhmes klebt; solcher Art Menschen oder Völker halten sich am Ende eines solchen uraltberühmten Namens wegen für vieles besser und ehrwürdiger, als irgend eine junge Völkerschaft, die durch Sanftmuth, Demuth und Liebe gegen ihre Brüder sich im vor Gott gerechten Zustande befindet.
9. Wenn ihr das nun so nur mit einiger Aufmerksamkeit betrachtet, so werdet ihr es bald finden, wie gut und gerecht der Vater im Himmel ist! — Denn diese Erde hat einmal die feste Bestimmung, daß auf ihr für die ganze Unendlichkeit Kinder des Geistes Gottes erzogen werden, und es ist darum nöthig, daß der Boden stets mehr hart und mager, als zu locker und zu fett gehalten werde.
10. Das mit dem edlen Getreide aufschießende Unkraut hindert darum, weil es mit wächst und reift, das gesegnete Gedeihen der edlen Frucht nicht, dieweil es nach der Hand dennoch wieder zum Düngen des hie und da zu hart und mager gewordenen Erdreichs gar sehr dienlich ist; kurz und gut, was Gott zuläßt, ist gut, und am Ende ist dem vollends reinen Menschen dennoch alles rein, was die Erde in und auf sich und über sich trägt. Saget, ob ihr alle dieß nun von Mir Gesagte ganz verstanden habt?“

Es ist hier nur die wichtigste Passage wieder gegeben. Viele Klagen über das damalige Pharisäertum und dem herunter gekommenen jüdischen Gehabe gehen diesem Text voraus, was das Gesagte weiter verständlich macht. Die Antwort passt aber in jede Zeit und machen die Kräfte, die von Gott aus auf verschiedenen Stufen bzw. Ebenen wirken, anschaulich. Es fehlt im vollständigen Text auch nicht eine detaillierte Begründung über das Gericht, das dem jüdischen Volke in Aussicht gestellt ist.

siehe auch:
Nanny-State

Mein Fleisch, meine Blut

Nachdem Jesus Tausende mit einer wunderbaren Brotvermehrung gesättigt hatte, wollten diese Jesus zum König ausrufen. Wie in Joh. 6,1-72 berichtet wird, reagiert Jesus darauf indem er - wie nirgendwo sonst überliefert – die Spreu vom Weizen trennt. Wir greifen dies hier deshalb auf, weil es sich hier um eine Vertiefung unseres Glaubens handelt und ganze Religionsgemeinschaften spaltet. Die richtige Auffassung der Eucharistie hat dabei wohl keine von allen. Der hier wiedergegebene Text ist an einer Stelle entnommen, wo der große „Show-down“ bereits vorbei war, und man bei einem bekannten Wirten in der Nähe Kapernaums zusammen gesessen ist:

2. Erst als wir alle schon vollauf gegessen und getrunken hatten, fragte uns der Wirt, sagend: „Herr, diesmal scheint Deine geheimnisvolle Lehre den vielen einheimischen und fremden Zuhörern in der großen, offenen Schule nicht recht gemundet zu haben; denn sie gingen alle ärgerlich hinaus und davon. Einige schimpften mehr, die andern weniger, und die Fremden und auch viele, die gestern noch als Jünger bei Dir waren, sagten, Du habest allda nur geflissentlich also geredet, um sie auf eine feine Art loszuwerden, was von Dir nicht schön gewesen sei, da sie sich schon selbst mit ihren Geldmitteln verköstigt hätten.
3. Bei mir waren mehrere, die sich darob sehr aufhielten und auch sagten, daß sie auf Dich die größte Hoffnung gesetzt hätten sie seien aber nun auf eine sehr unangenehme Art enttäuscht worden, und sie sagten auch, daß Du auf diese Art trotz Deiner höchst wunderbaren Zeichen bei den Menschen mit solcher Deiner Lehre sehr wenig Eingang finden würdest. Ich ließ sie reden und sagte gar nichts dazu. Sie bezahlten dann ihre Zeche, bestiegen ihre Schiffe und fuhren ab.
4. Mir aber war das ganz angenehm zu vernehmen, daß diese großsprechenden Weisen durch Dich, o Herr, einmal mit ihrem Verstande so ganz zu kurz gekommen sind. Denn schon gestern in der Nacht, als Du nach dem eingenommenen Mahle Dich zur Ruhe begeben hattest, wurde über Deine Brotvermehrung und wegen Deiner etwa wunderbaren Hierherkunft übers Meer viel pro und contra gewortwechselt. Der eine machte sich mit seiner Weisheit so und der andere so breit. Aber ich dachte mir: ,Na wartet nur, ihr weisen Juden! Der Herr wird zur rechten Zeit eurer Weisheit sicher eine Schranke setzen, über die euer gar so heller Verstand sicher nicht springen wird!‘ Und heute ist mein geheimer Wunsch schon in die vollste Erfüllung gegangen!
5. Ich war wohl auch selbst in der Schule und habe den Hauptteil Deiner Rede gar wohl vernommen; aber ich fand gar nichts darin, was mich nur im geringsten hätte befremden können. Denn daß Du, obwohl jetzt in voller Menschenform, der Herr bist über Himmel und Erde und über alle Geister- und Sinnenwelt, das war mir schon längst klar. Wer außer Dir kann schaffen für alle Menschen und Tiere das Nährbrot, und wer außer Dir gibt den Geistern wie nun auch unseren Seelen das ewige Leben, ihre Liebe und ihre Weisheit, was ich für das wahre und lebendige Brot, aus den Himmeln kommend, ansehe?! Ich habe das noch einigen Besseren in der Weise klarer machen wollen; aber ihr dummer und sehr aufgeblähter Verstand begriff es dennoch nicht.
6. Desgleichen tat ich auch, als Du gar handgreiflich von Deinem Fleische und Blute zu reden begannst, weil sie mich fragten, wie ich denn das verstünde. Nun sagte ich: ,Das ist ja noch klarer als das Frühere und erklärt und bestätigt meine frühere Ansicht! Irdisch genommen, ist die Erde nicht gewisserart ein wahrer Gottesleib und all das befruchtende Gewässer sein Blut?! Wo kommt denn alles irdische Nährbrot sonst etwa noch her? Und ist in geistiger Beziehung Gottes Liebe zu uns unwürdigen Menschen etwa nicht ein wahrster Erdboden für uns, der uns leiblich und geistig trägt, duldet und nährt, und ist die Gabe der Vernunft und des Verstandes und nun Seine Lehre dazu nicht etwa das wahrste und lebendigste Blut Gottes, das unsere nach Weisheit dürstenden Seelen erquicket, stärkt und wahrhaft lebendig macht?!‘
7. Da sagten etliche: ,Ja, das ist alles recht schön gesagt; aber warum schickt denn er selbst keine solche Erklärung seiner Rede nach?‘
8. Da sagte ich: ,Er wird schon Seinen guten Grund haben! Wahrscheinlich wird Er also denken: ,Wer an Mich wahrhaft glaubt, der wird Mich auch verstehen; wer aber bei den vielen Zeichen und bei der Weisheit Meiner Lehren noch nicht glaubt, daß Ich der Herr Jehova Zebaoth bin, der soll wieder in seine Welt zurückgehen und soll gleich den dummen Schweinen im Kote der Erde herumwühlen!‘
9. Da wurden sie toll und gingen. – Herr, habe ich dadurch doch etwa nicht unrecht gehandelt?“

Mein Fleisch und Blut, das die Menschen unwürdig zu sich nehmen und dabei sich das Gericht holen, geht weit über das letzte Abendmahl hinaus. Alles was wir sorg- und achtlos von dieser Welt nehmen und mit allem was wir unverstanden, nur zu unserer Unterhaltung oder einfach nur zu unserer Ablenkung, um uns vielleicht - wie mit einer Droge - zu betäuben, unseren Geist „füttern“, wird uns zu einem Gericht. Wenn wir heute die Wunder, die Jesus zu Lebzeiten gewirkt haben soll, als Märchen abtun, ist das hauptsächlich unserem schwachen Glauben zuzuschreiben. Jedes Wunder würde uns noch mehr ins Gericht bringen, als wir es ohnehin schon sind. Uns fehlt heute mehr denn je der richtige Glaube und das was wir heute als unsere Errungenschaften und Weisheiten feiern, wird uns früher oder später unser eigenes Gericht werden.

siehe auch:
Das Allerheiligste kann warten
Jesus über die Bibel
Tempelreinigung
Weisheit und Wunder
Gott und Mensch zugleich

Ruhestätte der Seele

Vorwort:
Im früheren Beitrag „Tempelreinigung“ haben wir schon über die Wichtigkeit eines reinen Herzens gesprochen. Hier soll das „WARUM“ nachgeliefert werden.

Die moderne  Psychologie versucht sich zwar auch in einer Tiefenpsychologie, ist aber weit davon entfernt die dreiteilige Physiognomie des menschlichen Wesens als Körper, Seele und Geist zu erkennen. Von der allein lebensspendenden Kraft der Seele für den Körper und den Kräften, die die Seele stärken, versteht man aber so gut wie nichts.

20. Sagt Raphael: „Ich meine, daß du, Freund, ein Schwätzer bist und gar nicht stille sein kannst! Siehst du denn nicht, daß die Hausmaide die leeren Schüsseln abzuholen kommen, um sie für den Abend zu reinigen?! Bist du denn eines gar so beschränkten Geistes, daß du so etwas nicht auf den ersten Blick einsiehst? Wahrlich, du wirst noch lange kein Mathael!
21. Versuche dich doch einmal, ob du schweigen und im stillen bloß nur denken kannst; denn eine gewisse äußere Ruhe ist notwendig zur Erweckung des Geistes, ohne welche dieser allergewichtigste Lebensakt nie in die erfüllende Wirklichkeit übergehen kann!“
Kapitel 61
1. Raphael: „Siehe, in eines Hauses Innerem ist seit langem schon alles in der höchsten Unordnung; voll Schmutzes und allerlei Unflates sind dessen Gemächer. Aber der Hausherr hat stets auswärts etwas zu tun und nimmt sich daher nie eine rechte Zeit dazu, um das Innerste seines Hauses rein zu machen; da er aber zur Nachtzeit dennoch darin die Ruhe nehmen muß und die unreine Luft einatmet, so wird er krank und schwach, und es wird ihm fürder schwer werden, sein Haus zu reinigen und in der schlechten Luft zu genesen.
2. Und siehe, so ist dein Herz auch ein Haus der Seele und vorzüglich des Geistes! Wenn du aber immer nach außen hinaus tätig bist, wann wirst du da dein Lebenshaus reinigen, auf daß dein Geist gedeihe in der guten Luft deiner Seele?
3. Also ist fürs Gedeihen der Seele und des Geistes in ihr vor allem, was du tust, die äußere Ruhe notwendig!“
4. Sagt Suetal: „Aber Mathael sagte, daß das Leben ein Kampf sei und man es in der behaglichen Ruhe des Fleisches nicht erreichen kann; Mathael spricht sonach anders denn du, und du nun wieder anders denn er! Wer aus euch beiden hat nun recht?!“
5. Sagt Raphael: „Ich und der Mathael! Das Leben ist freilich ein Kampf, aber nicht ein ausschließlich äußerer, sondern ein ganz gewaltiger innerer gegen den äußeren! Der äußere Mensch muß am Ende von dem inneren total überwunden werden, ansonst stirbt der innere Mensch mit dem äußeren! Laß darum nun deiner Fleischzunge vom inneren Menschen einen Zaum anlegen, auf daß sie ruhe, damit die innere Gedankenzunge der Seele tätig werde und erkenne, wie sehr mistig und unlauter es noch aussieht in ihrem Lebenshause!
6. Bekümmere dich nicht um all die äußeren, nichtigen Erscheinungen; denn es liegt wenig daran, ob man ihren Grund kennt oder nicht! Aber in der wahren Sabbatfeier erkenne den wahren Grund des inneren Lebens der Seele und des Geistes; daran soll dir und jedem Menschen alles gelegen sein!
7. Was nützt es denn dir, so du wohl weißt und empfindest, daß du bist und lebst, aber dabei nicht weißt, ob du im nächsten Augenblick auch sein wirst und fühlen, daß du es bist?! Was nützen dir alle Kenntnisse und noch so hohe Wissenschaften, so du dein Leben nicht kennst und keine Wissenschaft von dessen Grunde in dir fühlst?!
8. Willst du aber dein Innerstes erkennen, so mußt du deine Sinne ja vor allem nach innen richten, gleichwie du deine Augen dahin wenden mußt, wo du etwas erschauen willst; wie willst du aber den Aufgang sehen, so deine Augen dem Abende zugewandt sind?! Siehst du, der du doch selbst schon ein Rabbi warst, nicht ein, daß du in Hinsicht deiner höchst eigenen Lebenssphäre noch so blind bist wie ein Embryo im Mutterleibe?!“

Schlusswort:
Die Belehrung stammt hier nicht von Jesus selbst, sondern vom Erzengel Raphael, der - wie nicht in der Bibel erwähnt - während des Wirkens von Jesus öfter zu gegen war. Wie hier schon früher dargestellt, ist es die Seele des Menschen, die den Körper belebt und leistet dabei Tag tägliche Schwerarbeit. Es muss uns daher ungeheuer wichtig sein, der Seele eine reine und saubere Ruhestätte zu bereiten, damit sie ihren Aufgaben nachkommen kann. Alle materielle Bindungen, die ein Festhalten an irgendwelchen Oberflächlichkeiten sind, sind dabei wie Fesseln und letztlich ein Gefängnis des Geistes. Eine Seele kann nur frei sein, wenn sie frei ist von jedem Egoismus, der sich im Festhalten an allen möglichen Dingen äußert. Leider stellt man nur zu oft fest, dass Menschen allen möglichen Lastern frönen, diese noch schön reden und nicht einsehen wollen, dass man damit nicht in die Seligkeit eingehen kann. So wie die Sonne sehr verschwenderisch mit ihren physikalischen Kraft umgeht, geht auch Gott mit seiner lebensspendend Kraft um. Man sollte aber trotzdem erkennen, dass vieles von diesen Kräften uns geraubt wird duch die als früher bezeichneten Dämonen. Der ständigen Gnade Gottes sollten wir uns aus Liebe zu IHM würdig verhalten und auch auf seinem Wege folgen und nicht nur meist "äußerlich" davon reden.

Um das Gesagte noch deutlicher zu machen, soll hier noch - wie schon früher durch den Beitrag „kranke Ethik II“ - auf Contergan eingegangen werden. Wenn jemand keine Ruhe findet bzw. nicht einschlafen kann, so besagt das doch, dass die Seele sich hier nicht zur Ruhe begeben will. Die Wohnung oder das Schlafzimmer ist der Seele zu unordentlich und die Schlafstätte ist angefüllt mit  für die Seele ungesundem Unrat. Wenn man mit einem Beruhigungs- bzw. Schlafmittel (wie etwa Contergan oder ähnlichem) „nachhilft“, tut man der Seele einen Zwang an, was letztlich eine Versklavung der Seele durch sie belastende Kräfte ist. Nicht nur jedes Laster, sondern auch jede Medizin ist daher immer (und nicht nur in der Corona-Zeit) kritisch zu hinterfragen.

siehe auch:
Leib & Seele

Sklave oder Diener?

Es gibt eine Mischung aus Reichtum, Bildung und Wissenschaft bzw. Vernunft, die zu größter Gottlosigkeit führt und damit auch jedem Volk seinen sicheren Untergang beschert. Die Probleme sind seit Alters her bekannt und werden im Folgenden am Beispiel Ägyptens besprochen. Wir steigen an einer Stelle in einen Text ein, wo man alle Bildung - wie etwa auch heute durch das Internet – theoretisch erworben hatte:

4. Wenn ein Vater sagete zu seinen Kindern: ,Tut und lernet dies und jenes!‘, so würden die Kinder sagen: ,Was sollen wir noch tun und lernen? Können und verstehen wir doch alles, was du kannst und verstehst, und tun danach! Was weiteres verlangst du von uns?‘
5. Würdest du im Alter, wo ein jeder Mensch schwächer und gebrechlicher wird, eines Dieners benötigen und zum nächsten Besten, der dir etwas tun könnte, sagen: ,Siehe, ich bin schwach geworden und benötige deiner Hilfe, die ich dir gut bezahlen will und werde; sterbe ich, so will ich dich als meinen Erben einsetzen!‘, – weißt du, was der Angeredete dem Hilfsbedürftigen sagen würde? Höre, er würde gerade das sagen, was du selbst zu jemandem sagen würdest, so er dich anredete um einen beständigen leiblichen Dienst! Du würdest diesem sagen: ,Freund, ich habe nicht nötig, jemandem einen Knecht und Diener zu machen, denn ich bin selbst so wohlhabend wie du und habe nicht nötig, Dienste zu nehmen, um mir meinen Lebensunterhalt im Schweiße meines Angesichtes zu verdienen! Wer es nötig hat, der plage sich für seinen Nächsten; ich lasse das bleiben!‘ – Siehe, das, was ich dir nun sage, war viele hundert Jahre im alten Ägypten der Fall! Die Menschen wurden alle stockweise, und ein jeder war reich.“
neues Kapitel XY
1. Was für eine Folge hatte das? Sieh und höre: Keiner wollte mehr seines Nächsten Knecht sein, ein jeder arbeitete und lebte am Ende für sich, und für den Nutzen seines Nächsten war um keinen Preis jemand zu haben. Die Menschen sahen aber am Ende doch ein, daß ein solch versorgtes Leben im Grunde doch ein ganz gehörig elendes ist. Und die Ältesten des Volkes sahen diesen Übelstand zunächst ein, denn sie hatten eine Bedienung vor allem vonnöten, und hielten Rat, wie ihnen da zu helfen wäre. Ein Weisester unter ihnen sagte: ,Die Erde ist groß; gehen wir aus und erproben, ob es denn nirgends Leute gibt, die arm sind und uns um einen guten Lohn gerne dieneten!‘ Sie gingen nach Asien und fanden bald, was sie suchten. Die nahen Völklein Asiens aber merkten es bald, was den überreichen Ägyptern abging, zogen weiter in den asiatischen Ländern umher und kauften die Diener an sich, um sie dann noch teurer nach Ägypten zu verkaufen. Und siehe, so entstand die Sklaverei und der Sklavenhandel, der leider heutzutage nahezu schon überall gang und gäbe ist. Kannst du preisen solch eine Frucht der einstigen, überhohen allgemeinen Weisheit der alten Ägypter?
2. Aber die eigentlich alten weisen Ägypter wurden dabei aus der Erfahrung klug und weihten ihre Diener ja um keinen Preis in ihre tiefe Weisheit ein; denn diese würde ja leicht aus ihren Dienern bald reiche Menschen gemacht haben, denen das Dienen und Arbeiten nicht mehr schmecken würde, und sie, die alten Weisen, hätten dann ja abermals niemanden, der sie ganz treu und nach Wunsch bedienete und für sie arbeitete.
3. Hast du aber auch in Indien Sklaven gesehen, das heißt angekaufte? Sicher nicht! Es gibt wohl Sklaven des eigenen Aberglaubens, was auch schlimm ist, aber doch nicht so schlimm wie das Kaufsklaventum! Die verkauften und angekauften Sklaven werden bloß als Lasttiere behandelt und lange ferngehalten von jeglicher Geistesbildung. Ihre Sache ist: blind gehorchen, stumm dulden und überviehisch leiden, im Gegenfalle die willkürliche, größte und vor keinem Weltgerichte verantwortliche Mißhandlung derselben! Sogar die Tötung eines Sklaven, wenn sie von seinem Herrn ausgeht, unterliegt keiner gesetzlichen Ahndung! Nur so dein Nachbar dir einen Sklaven getötet hätte, ist er dir einen Schadenersatz zu erstatten verpflichtet.
4. Und siehe, dieser Jammer an der Menschheit ist und bleibt noch immer als eine Folge jener Zeitepoche Ägyptens, in der die Menschheit allgemein in hohem Grade weise und sehr wohlhabend war und niemand für eine begangene Sünde irgendeine Strafe zu erdulden hatte, weil wahrlich niemand gegen seinen Nachbarn sich zu versündigen auch nur den kleinsten Grund hatte, da ein jeder so viel selbst hatte von allem, was ihm zum Leben nötig war, und seinem Nachbarn jahrelang um nichts zu kommen brauchte! Als dann aber die Sklaverei aufkam, da erfand man Gesetze, laut derer sich ein Sklavenbesitzer gegen seine Sklaven auch bei aller seiner Grausamkeit nie versündigen konnte. Wo aber keine Sünden begangen werden können, für was sollen da die Bußwerke gut sein?!
neues Kapitel XZ
1. Als aber später durch die Arbeit der Sklaven die Herren des Landes verschieden reich wurden, so daß einige sehr bedeutend reicher wurden denn einige andere, da meldete sich bald der Neid, Zank und Hader, und man fand es dann erst für notwendig, bürgerliche Gesetze zu entwerfen, denen sich ein jeder fügen mußte, selbst der Var (Pharaon = Hirte) nicht ausgenommen. Da fing man dann auch an, die Sklaven dadurch zu kultivieren, daß man ihnen – natürlich sehr verdeckte – Begriffe von der Gottheit beibrachte und sonach für jede einzelne von Gott ausgehende und ersichtliche Wirkung gleich eine allegorische Persönlichkeit hinstellte, die die Sklaven als eine Gottheit zu verehren bekamen. Dadurch wurden die mit der Zeit mächtig gewordenen Sklaven zahmer und sanfter und ertrugen ihr Los mit einer größeren Geduld; denn sie fürchteten die unsichtbaren Machthaber sehr, weil sie durch die geheimen Künste der Ägypter zu einer Art Überzeugung kamen, daß es im Ernste solche Götter gäbe und mit ihnen kein Scherz zu machen sei.
2. Wären, wie schon bemerkt, die Sklaven nicht mächtig geworden – sowohl durch ihre Vermehrung, als durch zweimal jährlich erneute Ankäufe –, so hätten die alten Ägypter sie nie irgendwelche falschen und noch weniger irgendwelche mehr rechten Götter kennen gelehrt; nur die Furcht vor der rohen physischen Gewalt und Kraft der Sklaven zwang die alten, urweisen Ägypter dazu, den Sklaven irgendwelche Begriffe von den Gottheiten beizubringen.
3. Nun denke dir aber selbst die Lage der alten, weisen Ägypter! Sie waren weise und reich; was der eine hatte und verstand, das verstand auch ein jeder andere, hatte auch denselben Reichtum und hatte also durchaus nicht not, bei seinem Nachbarn zu dienen ums Brot; ein jeder besorgte zumeist nur sein Eigentum mit seinen Kindern. Solange die Menschen noch jünger und kräftiger waren, ging es mit solcher weise egoistischen Haushaltung wohl an; als aber die Menschen älter wurden und schwächer und gebrechlicher, da erwachte in ihnen die Sehnsucht nach Bedienung. Aber wer hätte sie bedienen sollen? Du sagst: ,Ihre Kinder!‘ Wäre alles recht; aber in jener Zeit hatte Moses die Gebote Gottes den Menschen noch sehr lange nicht verkündet gehabt. Nach ihren naturweisen Gesetzen aber waren die Kinder ihren Alten gegenüber auch nichts anderes als ein jeder andere freie Mensch. Die Kinder dienten und gehorchten den Eltern nur bis zu ihrer Mannbarwerdung. Nach dieser wurden sie frei und hatten keine Verpflichtung mehr gegen ihre Alten; denn ihre reine Vernunft hatte ihnen solchen weisen Grundsatz aufgestellt, demnach die Kinder als Werke ihrer Alten ihnen ebensowenig verpflichtet seien, als wie da ein Haus gegen seinen Baumeister für irgend etwas verpflichtet sei, außer daß man darin wohne, – das Wie ist Sache des Bauführers und Erbauers. Ist das Haus gut gebaut, so wird sich darin auch gut und angenehm wohnen lassen; ist das Haus aber schlecht und fahrlässig erbaut, so wird es auch zu einer schlechten Wohnung dienen, woran dann nicht das Haus, sondern der Baumeister selbst die Schuld trägt.
4. Nun, die Alten hätten ihre Kinder wohl gerne so erzogen, daß sie ihnen dann durch ihr ganzes Leben gedient hätten; aber die Kinder hatten auch die fünf Sinne bekommen durch den Unterricht ihrer Alten, oft mehr praktisch denn theoretisch, und so wurden sie wie ihre Alten weise Egoisten, und die Alten wurden dadurch genötigt, sich um fremde Diener umzusehen. Diese kamen und dienten; und die reine Vernunft der alten Weisen sagte zu ihnen: ,Wollen wir, daß diese Menschen unsere beständigen Diener bleiben, so dürfen sie von unserer Weisheit nicht das geringste erfahren, sonst würden sie am Ende wie unsere Kinder, die uns auch nicht dienen wollen, weil sie in alle unsere Weisheit eingeweiht sind!‘
5. Die Sklaven blieben sonach langehin sehr dumm und bekamen keinen andern Unterricht außer den, was sie zu tun hatten als Diener und Knechte. Aber die Sklaven mehrten sich sehr und fingen an, ihre Kraft zu erkennen, die die alten Weisen geheim sehr zu fürchten begannen! Da sagte die reine Vernunft den Weisen: ,Machet bald Menschen aus ihnen, sonst werden sie als große Herden der reißendsten Tiere euch zerreißen!‘ Darauf erst erfand man für die gefürchteten Sklaven das bekannte Göttertum und ließ von den Göttern im Angesichte der Sklaven allerlei Wunder wirken. Dadurch wurden die Sklaven eingeschüchtert und dienten nun den alten Ägyptern als eine eigene Kaste der Menschen mit doppeltem Fleiße freiwillig. Dadurch erst wurde Ägypten im höchsten Grade blühend, lockte viele Fremde an, unter denen sich auch mitunter Neider und Verräter befanden, durch die in den späteren Zeiten große Verlegenheiten bereitet wurden.
6. Siehe, das sind lauter Werke der menschlichen, reinen Vernunft, die mir vorkommt wie ein Mensch, der über einen hohen und steilen Berg herabzulaufen anfängt und den Lauf, wenn er einmal so recht darin ist, nimmer einstellen kann! Die Folge davon kannst du dir leicht vorstellen.
neues Kapitel XR
1. Da haben die Indier ihre Sache bei weitem klüger eingerichtet! Das Volk bleibt bei seinem an und für sich harmlosen Aberglauben, glaubt aber dabei dennoch an ein allerhöchstes Gottwesen und an dessen weltliche Stellvertreter, die für die Aufrechterhaltung der alten stereotypen Ordnung gleichfort dahin die eifrigste Sorge tragen, daß ja nichts Neues hinzugefügt wird, aber auch nichts hinwegkommen darf, was die alten Bücher enthalten. Und so wird der Indier in tausend Jahren auch noch ganz das sein, was er jetzt ist und schon vor etlichen tausend Jahren war. Das Schlimmste bei ihm sind seine Bußen und das, daß er sich selbst einen Richter zu machen hat.

Man findet hier sehr vieles, was zur heutigen Zeit passt. Wir rennen mit unserer Vernunft schon lange nur mehr einen steilen Berg hinunter und versuchen uns dies immer offensichtlicher nur noch schön zu reden. Seit wie langer Zeit benötigen wir Betreuerinnen für unsere alten und gebrechlichen Bürger oder „arme“ Arbeitskräfte aus dem Ausland? Es ist hier einfach nur „dämlich“ alle Debatten und Überlegungen darüber als „Rassismus“ oder Fremdenfeindlichkeit abzutun. Strapazierte Begriffe wie Menschenrechte und Demokratie greifen hier auch alle viel zu kurz. Gott hat eine mehr als gerechte Ordnung in die Welt gesetzt, die sich nie und nimmer mit Trug, Lüge oder noch so großer Verschlagenheit aushebeln läßt!

siehe auch:
Die Büchse der Pandora
Clash of Civilizations
Leben Jesu I
Nanny-State
Frauen & Freiheit
Mediale Massenverblödung
Freunderlwirtschaft

der Jüngste Tag

Vorwort:
Einmal mehr, das andere mal weniger, wird über ein Endgericht, ein Armageddon, einen finalen Showdown zwischen Gut und Böse debattiert. Alles Materielle hat einmal ein Ende, aber es ist falsch daraus zu folgern, dass dies an einem einzigen finalen Moment – bei einem großen Weltgericht - statt fände und erst dann alle Menschen aus ihren Gräbern erweckt würden.
Der Liebe Gottes, die stets unsere geistige Erweckung und Reifung zum Ziel hat, entspricht viel mehr, uns, wie die Früchte des Feldes sanft und behutsam wachsen und reifen zu lassen. Die Materie ist schon lange gerichtet und es bedarf dazu kein eigenes großes Weltgericht. Wie in einem Kochtopf wird die Materie immer mehr oder weniger kochen, um - wie es von Gott als notwendig erachtet wird - sich zu vergeistigen.
Wir dürfen hier Worte von Jesus selbst wieder geben: (soweit nicht anders angegeben, werden in dieser Beitragsrubrik „Schrifttum“ Quellen von Christus-Lichtgestalten [siehe www.gott.co.at bzw. www.ich-bin-gott.info] verwendet.)

1. Es fragten aber nun auch mehrere, wann der „jüngste Tag“ kommen werde.
2. Ich aber sagte: „Wann der ältere vergangen ist, so kommt auf den älteren Tag dann stets ein jüngster; und da Ich niemanden an einem schon vergangenen Tage erwecken kann, so muß das ganz natürlich an einem jüngsten Tage geschehen, weil dazu ein vergangener, älterer Tag unmöglich mehr zu gebrauchen ist. Ist denn nicht jeder neue Tag, den ihr erlebt, ein jüngster Tag? Oder kann etwa jemand noch einen jüngeren erleben, als da eben der ist, in dem er lebt? Seht, wir alle leben heute doch sicher in einem möglichst jüngsten Tage! Denn der gestrige kann kein jüngster mehr sein, und der morgige ist noch lange nicht da. Aus dem aber läßt sich hoffentlich doch mit Händen greifen, daß es am Ende ebenso viele jüngste Tage gibt und geben muß für jeden Menschen, als so viele er deren durchlebt hat! Ich sage es euch, daß ihr alle am jüngsten Tage sterben werdet und werdet auch unmöglich anderswann als an einem jüngsten Tage vom Tode zum Leben erweckt werden; und so ein Mensch oder alle Menschen ihm zu bestehen bekommen, so wird solches auch unmöglich an einem alten, vergangenen Tage, sondern an irgendeinem künftigen, also offenbar jüngsten Tage geschehen! Welcher dazu bestimmt wird, das ist weder von Mir noch von irgendeinem Engelsgeist zum voraus bestimmt; denn es ist dazu jeder kommende Tag ganz überaus gut und sehr brauchbar. – Versteht ihr nun das?“
3. Die Fragenden ziehen sich etwas verdutzt zurück und sagen: „Wahrlich, die Sache ist so klar wie die reinste Luft, und doch mochte unsere Dummheit fragen!? Es ist wahrlich mit Händen zu kneipen und zu greifen! So wir gar oft von den alten Tagen reden, so muß es ja auch junge und jüngste geben! Es ist, ist, ist, ist – das doch sehr dumm von uns gewesen! Es gehört von Seiner unendlich weisen Seite wahrlich unendlich viel Geduld dazu, um uns zu ertragen!“
4. Sagt die Sarah, ein wenig lächelnd: „Ja, der Herr hat wohl die größte Geduld mit uns allen! Aber was ein jüngster Tag ist, und wann er kommen werde, das habe ich schon in der Wiege gewußt; und hatte mich jemand darum gefragt, so sagte ich allzeit: ,Morgen wird der jüngste Tag kommen!‘ Habt ihr denn das im Ernste nicht gewußt?“
5. Sagen die, die gefragt haben: „Ja, ja, wir waren richtig so dumm, es nicht zu wissen, und hatten immer eine schreckliche Furcht vor solch einem einst kommen sollenden Tage! Nun sind wir freilich darüber im klaren; aber nun schämen wir uns auch ganz ordentlich, daß uns so etwas hat entgehen können, was doch so klar vor jedermanns Augen und Ohren liegt!“
6. Sage Ich: „Machet euch nichts daraus; denn es ist dies dennoch ein Stein, über den in der Zukunft noch viele tausendmal Tausende fallen werden und werden darüber viel weissagen und schreiben und predigen dem blinden Volke. ...“

siehe auch:
Leib & Seele
Jungfrau und Schlange